Die Papierhersteller UPM und Sappi haben von der Europäischen Kommission ein Dokument mit fortbestehenden Bedenken bezüglich ihres geplanten Gemeinschaftsunternehmens erhalten. UPM warnt jetzt davor, dass eine Ablehnung des Joint-Ventures die europäische Lieferbasis für grafische Papiere nachhaltig schwächen würde.
Die europäische Papiermarkt-Allianz zwischen UPM und Sappi stößt bei der Europäischen Kommission weiterhin auf schwere Vorbehalte. Die Behörde hat den beiden Unternehmen ein entsprechendes Schriftstück übermittelt, in dem sie ihre Bedenken hinsichtlich des geplanten Zusammenschlusses erneut bekräftigt. UPM und Sappi analysieren die Anmerkungen derzeit und beabsichtigen, konkrete Abhilfemaßnahmen vorzuschlagen, schließen jedoch den Verkauf von Unternehmensteilen aus.
Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll zwölf Papierfabriken umfassen und vereint die Sparte UPM Communication Papers mit dem europäischen Grafikpapiergeschäft von Sappi. Der Unternehmenswert des Vorhabens beläuft sich auf rund 1,42 Milliarden Euro. Während Behörden in den USA, China und Südafrika das Projekt bereits genehmigt haben, steht die Entscheidung der Europäischen Kommission noch aus und wird bis Jahresende erwartet.
UPM betont, dass der Zusammenschluss eine notwendige Reaktion auf den drastischen Nachfragerückgang bei Grafischen Papieren sei. Ohne die Fusion drohten beschleunigte Schließungen von Produktionskapazitäten, die europäische Kunden kurzfristig abhängig von Importen machen könnten.
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