Die österreichische Universitätsdruckerei Klampfer Druck hat ein Digitaldrucksystem des Typs Jetfire 50 von Heidelberg installiert. Das Unternehmen baut damit seine Kapazitäten für Kleinauflagen sowie personalisierte Druckerzeugnisse aus.
Mit der Neuinstallation der Jetfire 50 erweitert Klampfer Druck seine digitalen Druckaktivitäten am Hauptsitz in St. Ruprecht an der Raab. Die neue Anlage von Heidelberg ergänzt den bestehenden Maschinenpark, zu dem unter anderem eine Speedmaster XL 106 sowie eine Speedmaster CX 104 gehören. Durch das System mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 4.560 SRA3-Bogen pro Stunde im Duplexbetrieb schließt der Betrieb eine Lücke im Auflagenbereich zwischen 1.000 und 2.000 Exemplaren. In diesem Segment war eine wirtschaftliche Fertigung auf tonerbasierten Digitaldrucksystemen oder im klassischen Offsetdruck bislang nur schwer darstellbar.
Die Maschine wurde direkt in den bestehenden Produktionsworkflow von Klampfer Druck eingebunden. Geschäftsführer Robert Klampfer erklärt zur Motivation der Investition: "Bei unserer Auftragsstruktur können wir eine Auflage zwischen 1.000 und 2.000 Exemplaren auf einer tonerbasierten Digitaldruckmaschine oder auch im Offsetverfahren oft nicht mehr wirtschaftlich abbilden. Wir produzieren jetzt jeden Auftrag auf der optimalen Maschine." Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung war neben der reinen Drucktechnik das Gesamtsystem aus Softwareintegration, Verbrauchsmaterialien und Serviceleistungen.
Geschäftsführerin Daniela Klampfer verweist zudem auf die Vorteile bei veränderten Marktanforderungen: "Das industrielle Inkjet-System Jetfire 50 ist für Klampfer Druck eine optimale Lösung, um den Bedarf nach Kleinauflagen und Personalisierung wirtschaftlich und qualitativ abzudecken." Neben personalisierten Mailings und Gutscheinen nutzt der Betrieb die Anlage bereits in der Kalenderproduktion.
Auch mit Blick auf den Arbeitskräftemangel bringt das System Erleichterung. Die Bedienung erfolgt bei Klampfer Druck durch Mitarbeiter aus der Vorstufe, die nach einer kurzen Einarbeitung den Betrieb übernommen haben. Zudem führt das Personal bestimmte Wartungsarbeiten eigenständig aus, was zu einer hohen Anlagenverfügbarkeit führt. Auch beim Materialmanagement setzt Klampfer Druck auf eine externe Logistikanbindung über den Hersteller, um Bestände automatisch zu verwalten.
David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb bei Heidelberg, ordnet die Marktentwicklung ein: "Die Installation der Jetfire 50 bei unserem langjährigen Kunden Klampfer Druck ist ein weiteres Beispiel dafür, dass unser Angebot für eine hybride Druckproduktion den Bedarf unserer Kunden deckt. Viele erkennen, dass sie dadurch wesentlich flexibler, effizienter und somit profitabler und wettbewerbsfähiger am Markt agieren können." Laut Marktanalysen des Herstellers steigt der Anteil des Digitaldrucks am Gesamtvolumen im Akzidenzbereich in Osteuropa bis 2030 auf rund 44 Prozent.
Sie möchten täglich News von Druck & Medien erhalten? Hier können Sie unseren neuen Newsletter abonnieren, der täglich um 6 Uhr erscheint.