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22.09.2026  Menschen
Julia Höck: "Die besten Ideen entstehen im Austausch"
Julia Höck absolviert eine Ausbildung zur Mediengestalterin bei Mayr Miesbach. Warum sie sich einen kooperativen Führungsstil wünscht, welches "Super-Tool" sie besonders aufmerksam verfolgt und warum ihr Opa sie für ihren Beruf begeistert hat.
Was hat Sie in die Grafik-, Medien- und Druckbranche gebracht?
Von klein auf hat mich Kreatives interessiert. Nach dem Abitur dachte ich mir: "Kann ich mein Hobby irgendwie zum Beruf machen?", und habe von meinen ersten Gehältern ein iPad und die Software Procreate gekauft, die Adobe Creative Cloud ausprobiert, Tutorials durchgearbeitet und war fasziniert, was man damit machen kann.

Was hat Sie für den Beruf begeistert?
Indirekt war das mein Opa. Er ist handwerklich sehr begabt und malt privat auch hin und wieder gerne. Er hat mir gezeigt, wie schön es ist, sich kreativ auszutoben und dass die Imagination keine Grenzen hat. Ansonsten waren es die letzten Jahre viele talentierte Künstler und Studios, die ich auf Instagram verfolge.

Wie erklären Sie Branchenfremden Ihre Begeisterung?
Wie umfangreich die Branche ist und die verschiedensten Wege, wie man mit Medien etwas kommuniziert! Egal ob der Prospekt im Wartezimmer, der fesselnde Krimi, die interaktive App eines Unternehmens oder auch Videos und Filme, die einen emotional bewegen. Im Bereich Druck und Medien arbeitet man nicht "linear", sondern jedes Projekt braucht seine ganz eigene Herangehensweise.

Welche Trends oder Innovationen verfolgen Sie aktuell am liebsten?
Ich verfolge die Entwicklung von Figma und wie es zu einem Super-Tool wird. Privat versuche ich, mir UI/UX-Design beizubringen. Zudem bin ich durch meinen Freund auf die 3D-Druckbranche aufmerksam geworden und darf manchmal mit seinem Drucker rumbasteln.

Wo läuft es in der Druckindustrie noch nicht ganz rund?
Beim Image der Branche. Druck wirkt für viele wie ein verstaubtes Handwerk, etwas, das ausstirbt und nicht nachhaltig ist. Vielen ist nicht bewusst, wie modern viele Druckereien arbeiten. Man sollte mehr kommunizieren, wo uns die Druckindustrie im Alltag begegnet.

Wie sieht für Sie ein Arbeitsumfeld aus, in dem Sie sich wertgeschätzt fühlen?
Die Medienbranche entwickelt sich rasant. Wertschätzung ist für mich, wenn ein Betrieb bereit ist, mit seinen Mitarbeitern den Wandel zu erkennen und sich vorzubereiten. Zudem, wenn die eigenen kreativen Ideen eingebracht, wertgeschätzt, aber auch konstruktiv kritisiert werden.

Was macht für Sie eine gute Führungskraft aus?
Ich wünsche mir einen kooperativen Führungsstil, der auch auf Augenhöhe ist. Autorität mit Respekt ist mir dabei wichtig. Bezogen auf die kreativen Berufe entstehen die besten Ideen durch Austausch und Revision. 
 
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