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Jonas Krieg (Bild: C.H.Beck)
17.09.2026  Menschen
Jonas Krieg: "KI ist ein nicht mehr wegzudenkendes Werkzeug"
Jonas Krieg ist in der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei der Druckerei C.H.Beck in Nördlingen. Im Interview sagt er, was ihn an der Druckbranche fasziniert und wo er noch Potenzial sieht.
Was hat Sie in die Grafik-, Medien- und Druckbranche gebracht?
Mir war es wichtig, eine Ausbildung als Fachinformatiker mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung zu finden. Erst im Laufe meiner Ausbildung habe ich gemerkt, wie vielfältig die Druck- und Medienbranche ist. Mich hat gereizt zu sehen, wie viel Potenzial darin steckt, Abläufe zu optimieren, Prozesse zu digitalisieren und Softwarelösungen zu entwickeln.

Was hat Sie für den Beruf begeistert?
Ich habe mich schon früh für Computer, Technik und Software interessiert. Besondere Momente sind immer dann entstanden, wenn ich gesehen habe, dass eigene Entwicklungen im Betrieb produktiv eingesetzt werden. Auch mein Abschlussprojekt hat mir gezeigt, wie viel Potenzial in der Automatisierung von Medien- und Produktionsprozessen steckt.

Wie erklären Sie Branchenfremden Ihre Begeisterung?
Mich fasziniert, dass hinter einem gedruckten oder digitalen Produkt viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Allein die Prozesskette, bis ein Buch die Druckvorstufe erreicht, ist sehr umfangreich. Genau diese unsichtbare Komplexität und die damit verbundenen Herausforderungen sorgen für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag.

Welche Trends oder Innovationen verfolgen Sie aktuell am liebsten?
Mich interessieren besonders Automatisierung, Digitalisierung und der Einsatz von KI. Diese Themen sind meiner Meinung nach mehr als kurzfristige Trends, sondern werden zunehmend zu festen Bestandteilen der täglichen Arbeit. Vor allem der Einsatz von KI ist für mich ein nicht mehr wegzudenkendes Werkzeug.

Wo läuft es in der Druckindustrie noch nicht ganz rund?
Es gibt in vielen Bereichen noch Potenzial bei der Digitalisierung und Standardisierung von Prozessen. Häufig existieren historisch gewachsene Abläufe, die funktionieren, aber nicht optimal vernetzt sind. Wie sieht für Sie ein Arbeitsumfeld aus, in dem Sie sich wertgeschätzt fühlen? Man begegnet sich auf Augenhöhe, jede Meinung wird ernst genommen und man darf sich auch aktiv einbringen. Wertschätzung bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen und zu merken, dass die eigene Arbeit einen echten Beitrag leistet.

Was macht für Sie eine gute Führungskraft aus? 
Ein offener und vertrauensvoller Führungsstil. Wichtig sind für mich außerdem regelmäßige Feedbackgespräche. 


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