Die Tarifverhandlungen für die rund 95.000 Beschäftigten der Druckindustrie sind in Hamburg ohne Ergebnis geblieben.
In den Tarifverhandlungen für die etwa 95.000 Beschäftigten der Druckindustrie hat die Arbeitgeberseite in Hamburg eigenen Angaben zufolge Zugeständnisse gemacht, eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft Verdi blieb jedoch aus. Die Gespräche werden nun am 1. Oktober 2026 in Frankfurt am Main fortgesetzt.
Die Branche leidet unter steigenden Kosten und intensivem Wettbewerb. Veränderte Marktbedingungen und Kundenanforderungen schränken den finanziellen Handlungsspielraum der Betriebe stark ein. Nach Ansicht der Arbeitgeber verlangt diese wirtschaftliche Lage tragfähige Kompromisse von beiden Verhandlungsparteien.
"Wir sind mit dem klaren Willen in diese Verhandlungsrunde gegangen, alte Tarifrituale über Bord zu werfen und zeitnah eine für alle akzeptable Lösung zu finden", erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Klemens Berktold. "Für einen Tarifabschluss müssen beide Seiten aufeinander zugehen. Jetzt liegt es an ver.di, von ihren Maximalforderungen abzurücken, die für die Betriebe nicht finanzierbar sind, statt die Auseinandersetzung mit Streikaufrufen zu verschärfen."
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