Der Verband Druck und Medien Nord-West warnt vor steigenden Bürokratiekosten und fordert mehr Freiraum. Laut Geschäftsführer Oliver Curdt belasten wachsende regulatorische Pflichten die mittelständisch geprägte Branche zunehmend.
Die Bürokratiekosten deutscher Unternehmen sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank von durchschnittlich fünf auf rund sieben Prozent des Jahresumsatzes gestiegen. Der Verband Druck und Medien Nord-West sieht darin ein alarmierendes Zeichen für die überwiegend mittelständisch geprägte Druck- und Medienbranche. Geschäftsführer Oliver Curdt kritisiert den stetigen Zuwachs an europäischen und nationalen Vorgaben wie EUDR, PPWR und Regularien zu Mikroplastik. Diese Vorgaben führen zu erheblichen Dokumentations-, Nachweis- und Informationspflichten.
"Wir brauchen mehr Raum für Unternehmertum", erklärt Curdt. Die Betriebe befänden sich in einem tiefgreifenden Wandel und investierten massiv in Digitalisierung, Automatisierung sowie Nachhaltigkeit. Neue Vorschriften verlangten den Betrieben jedoch immense Ressourcen ab, die an anderer Stelle fehlten. Zur Entlastung fordert der Verband eine spürbare Vereinfachung der Regulierungen, den Verzicht auf nationale Sonderwege bei EU-Vorgaben, die Abschaffung überflüssiger Berichtspflichten und eine durchgängig digitale Verwaltung.
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