Die Europäische Kommission hat im Rahmen der Fusionskontrolle Beschwerdepunkte gegen das geplante Grafikpapier-Joint-Venture von UPM und Sappi übermittelt. Die Behörde befürchtet eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs.
Die Europäische Kommission hat Bedenken hinsichtlich des geplanten Gemeinschaftsunternehmens der Papierhersteller UPM und Sappi geäußert und den beteiligten Unternehmen eine Mitteilung der Beschwerdepunkte übermittelt. Nach vorläufiger Einschätzung der Wettbewerbsbehörde könnte das Fusionsvorhaben den Wettbewerb auf den Märkten für verschiedene Arten von Kommunikationspapier im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien sowie in der Schweiz einschränken. Die Kommission befürchtet insbesondere bei gestrichenem magazinbasiertem Papier sowie bei gestrichenem holzfreiem Papier eine erhöhte Marktmacht, die zu höheren Preisen und einer geringeren Auswahl für die Kunden führen könnte.
Die vertiefte Prüfung der Transaktion läuft seit Ende April. Bisherige Synergieargumente der Unternehmen bezüglich Kosteneinsparungen oder ökologischer Verbesserungen reichen der Behörde nach aktuellem Stand nicht aus, um die potenziellen Wettbewerbsnachteile auszugleichen. UPM und Sappi prüfen die Einwände der Kommission und kündigten eine fristgerechte Stellungnahme an. UPM zeigte sich zuversichtlich, die Bedenken ausräumen zu können. Das geplante Joint Venture soll je zur Hälfte von UPM und Sappi gehalten werden und das europäische Grafikpapiergeschäft beider Konzerne umfassen. Die finale Entscheidung der Kommission ist bis zum 11. November vorgesehen.
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