Fujifilm prüft im Rahmen seines Restrukturierungsplans "Vision2030" den teilweisen Spin-off seiner Sparte "Business Innovation". Die Sparte, die unter anderem Grafiktechnologien und Druckplatten umfasst, soll als eigenständiges Unternehmen an die Börse in Tokio gebracht werden.
Der Technologiekonzern Fujifilm bereitet die partielle Abspaltung seiner Geschäftseinheit Business Innovation vor. Das Tochterunternehmen, zu dem die Bereiche Graphic Communications, Office Solutions sowie Dokumentendienstleistungen gehören, erzielt derzeit etwa 35 Prozent des weltweiten Konzernumsatzes. Für den Drucksektor liefert der Geschäftsbereich unter anderem Tonersysteme, Tintent Technologien, Inkjet-Druckköpfe und Druckplatten. Zudem kursieren in der Branche Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Druckplattenfertigung an einen chinesischen Hersteller, für den es bislang jedoch keine offizielle Bestätigung gibt.
Die geplante Umstrukturierung ist Teil des Strategieprogramms "Vision2030", mit dem der Konzern seine Kapitaleffizienz und Profitabilität steigern will. Im Falle der Umsetzung plant der Mutterkonzern, eine Minderheitsbeteiligung von unter 20 Prozent an der neuen Gesellschaft zu behalten. Die verbleibenden Anteile sollen über eine Sachdividende an die bestehenden Aktionäre ausgegeben werden. Das abgespaltene Unternehmen würde weiterhin die Marke Fujifilm nutzen und soll an der Börse in Tokio gelistet werden. Der gesamte Prozess soll voraussichtlich zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen und steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Zustimmungen sowie der Zustimmung der Aktionäre.
Zeitgleich legte der Konzern die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Während der Gesamtumsatz um 10,3 Prozent auf 826,4 Milliarden Yen stieg, sank das Betriebsergebnis um 32 Prozent auf 51,2 Milliarden Yen. In der Sparte Business Innovation stagnierte der Umsatz bei 273,2 Milliarden Yen, während operativ ein Verlust von 1,4 Milliarden Yen verbucht wurde. Im Teilbereich Graphic Communications legte der Umsatz hingegen um 4,1 Prozent auf 81 Milliarden Yen zu, getrieben von höheren Verkäufen bei Inkjet-Druckköpfen, während die Nachfrage nach Druckplatten in Europa verhalten blieb.
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