Langley legt die Zahlen für das erste Halbjahr vor. Der Geschäftsbereich Druckmaschinenbau ist nach dem Aus von Manroland Sheetfed geschlossen, doch die Sparte für Druckchemie entwickelt sich positiv.
Langley Holdings hat die Fertigung von Druckmaschinen bei Manroland Sheetfed eingestellt und dadurch im ersten Halbjahr eine Sonderbelastung von 19,8 Millionen Euro verbucht. Durch die Verpachtung von Teilen des Standorts Offenbach an Siemens sowie die Übernahme des Servicegeschäfts durch Heidelberger Druckmaschinen entstehen am Standort neue Arbeitsplätze.
Nach einem Verlust von 43,2 Millionen Euro im Vorjahr erwies sich die Weiterführung der Druckmaschinenproduktion als nicht mehr tragfähig. Im Zuge der Restrukturierung unter Schutzschirmverfahren fielen rund 750 Arbeitsplätze weg. Das Service- und Ersatzteilgeschäft ging an Heidelberger Druckmaschinen über, wodurch die Betreuung von weltweit mehr als 3.000 Druckereien mit über 6.000 Roland-Maschinen gesichert ist.
Für das Werksgelände in Offenbach zeichnet sich eine neue Nutzung ab. Die Immobiliensparte CPVA unterzeichnete im Juni einen zehnjährigen Mietvertrag mit einer Tochtergesellschaft von Siemens. Das Unternehmen übernimmt etwa die Hälfte des bisherigen Manroland-Geländes zur Produktion von Ausrüstung für Rechenzentren. Zusammen mit neuen Konzernaktivitäten zur Komponentenfertigung soll die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze in etwa dem Umfang der weggefallenen Stellen entsprechen.
Unabhängig vom Druckmaschinenbau entwickelte sich die Sparte für Druckchemie, Druck Chemie, im ersten Halbjahr positiv. Der Gruppenumsatz von Langley Holdings sank in den ersten sechs Monaten leicht um 6,3 Prozent auf 558,7 Millionen Euro. Der Auftragsbestand stieg hingegen von 1,0 Milliarde Euro im Vorjahr auf 2,4 Milliarden Euro und soll bis Jahresende 4,0 Milliarden Euro erreichen. Das Betriebsergebnis kletterte von 54,9 Millionen Euro auf 69,8 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet die Unternehmensgruppe mit einem Rekordgewinn vor Steuern von 237,8 Millionen Euro.
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