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20.07.2026  Veranstaltung
Leipziger Buchmesse: Weimarer Dreieck präsentiert sich 2027 als Gastland
Die Länder Polen, Frankreich und Deutschland präsentieren sich auf der Leipziger Buchmesse 2027 erstmals gemeinsam als Gastland unter dem Motto "Beziehungsweise Europa". Die Messe findet vom 18. bis zum 21. März 2027 statt.
Auf der Leipziger Buchmesse, die vom 18. bis zum 21. März 2027 stattfindet, treten Polen, Frankreich und Deutschland unter dem Leitgedanken "Beziehungsweise Europa" als gemeinsames Gastland auf. Diese Konstellation der drei Länder ist in der Politik auch als Weimarer Dreieck bekannt. Das Projekt wird gemeinschaftlich vom Polnischen Institut, dem Institut français und dem Goethe-Institut getragen und weicht vom klassischen Konzept eines einzelnen Gastlandes ab. Anstelle der Repräsentanz einer nationalen Literatur soll ein grenzüberschreitender Raum für literarische und gesellschaftliche Debatten geöffnet werden.


Das Programm wird von Myriam Louviot (Institut français), Karolina Golimowska (Polnisches Institut) und Wolf Iro (Goethe-Institut) zusammen mit dem Kurator Thorsten Dönges entwickelt. Es widmet sich den vielfältigen Beziehungen zwischen den drei Gesellschaften sowie den Verbindungen zwischen Wissenschaft, Kunst, Natur und Technologie. Das Weimarer Dreieck, das 1991 gegründet wurde, steht traditionell für Dialog und die Stärkung der europäischen Idee.


"Großartig, dass der Gastlandauftritt des Weimarer Dreiecks auf der Leipziger Buchmesse 2027 ein überraschendes und zugleich starkes Zeichen setzt", erklärt Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse. Die Idee rücke die Länder gemeinsam in den Mittelpunkt und denke das Gastlandkonzept zeitgemäß weiter. Thomas Michelon, Leiter des Institut français Deutschland, betont, dass das Projekt die europäische Einheit und die intellektuelle Kooperation stärken soll, um dem Publikum neue literarische Trends und unterschiedliche Blickwinkel auf demokratische Herausforderungen zu eröffnen.


Katarzyna Sitko, Direktorin des Polnischen Instituts Berlin, sieht in dem Auftritt eine einzigartige Gelegenheit, die polnische Literatur als integralen Bestandteil des europäischen Erbes zu zeigen. Durch das gegenseitige Lesen würden engere Bindungen gefestigt. Katharina von Ruckteschell-Katte, Abteilungsleiterin Kultur und Bildung beim Goethe-Institut, verweist auf die historischen Dimensionen: "Mit Blick auf die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte ist das alles andere als selbstverständlich – und gerade deshalb bemerkenswert. Unser Gastlandauftritt nimmt diese Konstellation zum Ausgangspunkt und richtet den Blick darüber hinaus."


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