Die Printing United Alliance und die Ghent Workgroup haben sich der von IOP, BVDM und Intergraf getragenen Initiative zur Entwicklung eines Print-Verticals für Googles Universal Commerce Protocol angeschlossen.
Immer mehr Organisationen unterstützen die Entwicklung eines eigenen Print-Verticals für das Universal Commerce Protocol (UCP) von Google. Nach den Beitritten von dpsuisse, VIGC und CIP4 verstärken nun auch die nordamerikanische Printing United Alliance und die internationale Ghent Workgroup die Initiative. Das im Mai von der Initiative Online Print (IOP), dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und dem europäischen Dachverband Intergraf gestartete Projekt soll die Interessen der Druckindustrie im kommenden Standard für KI-gestützten Handel sichern. Laut dem IOP-Vorstandsvorsitzenden Bernd Zipper entsteht dadurch die bisher größte Brancheninitiative der internationalen Druckindustrie.
Google hat das UCP im Januar 2026 als offenen Standard vorgestellt, über den KI-Agenten im Auftrag von Verbrauchern einkaufen können. Da das Protokoll auf den klassischen Einzelhandel mit festen Artikeln zugeschnitten ist, bildet es die Besonderheiten von individuell konfigurierten Druckprodukten bislang nicht ab. Das geplante Print-Vertical soll diese Lücke schließen und im vierten Quartal 2026 als formaler Erweiterungsvorschlag eingereicht werden.
Die Printing United Alliance bringt als mitgliederstärkster Verband für Druck und grafische Industrie in Nordamerika das Gewicht des dortigen Marktes ein. "Eine offene, faire und gut geregelte Commerce-Ebene liegt im direkten Interesse eines jeden Druckunternehmens, das wir vertreten", betont CEO Ford Bowers. Die Ghent Workgroup (GWG), ein internationaler Maßstab in der Standardisierung der PDF-basierten Druckproduktion, steuert wichtiges Know-how für die automatisierte Prüfung druckfertiger Daten bei. GWG-Vorsitzender David Zwang erklärt: "Zusammen mit den anderen Mitgliedern wollen wir der weltweiten Druck- und Verpackungsbranche eine gemeinsame Stimme geben, damit unsere Industrien und ihr Know-how bei der künftigen Entwicklung KI-gestützter Gestaltungs- und Beschaffungsprozesse vertreten sind."
Die wachsende internationale Unterstützung stärkt die Position der Druckindustrie bei der Mitgestaltung des quelloffenen Standards. Das UCP-Print-Vertical gilt zudem als erster Schritt hin zum sogenannten Agentic Print, bei dem KI-Agenten eigenständig Druckprodukte recherchieren, konfigurieren und bezahlen. Laut Initiator Bernd Zipper hat bislang keine andere Industrie außerhalb des klassischen Einzelhandels ein eigenes UCP-Vertical vorgeschlagen. Mit dem Projekt gebe man Druckereien das notwendige Werkzeug an die Hand, damit ihre Angebote künftig von KI-Agenten gefunden und verarbeitet werden können.
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