Beim Deutschen Druck- und Medientag stand die Frage im Mittelpunkt, wie Klimaschutz, Innovation und wirtschaftliches Wachstum zusammengeführt werden können.
Beim Deutschen Druck- und Medientag debattierten Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über nachhaltige Wirtschaftsstrukturen und die Rolle der Druck- und Medienbranche beim Klimaschutz. Zur Eröffnung betonte Kirsten Hommelhoff, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM): "Der DDMT26 hat deutlich gemacht, dass die Druck- und Medienindustrie nicht nur Teil der Transformation ist, sondern diese aktiv mitgestaltet."
Den Auftakt bildete eine Keynote von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Sie forderte mehr erfolgreiche Unternehmensbeispiele im Klimaschutz und lobte die Druckindustrie als gutes Vorbild. Kirsten Hommelhoff stellte daraufhin die Nachhaltigkeitsinitiativen des BVDM vor. "Nachhaltiges Handeln und wirtschaftlicher Erfolg dürfen kein Gegensatz sein. Nur wirtschaftlich starke Unternehmen können investieren, Innovationen entwickeln, Arbeitsplätze sichern und langfristig Verantwortung übernehmen", mahnte sie in Richtung Politik. Nachhaltigkeit müsse praktikabel und finanzierbar bleiben.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Frederike Holewik (Politico Europe) sprachen Marcel Fratzscher (Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung), Alexander Bonde (Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt) und Maren Grondey (Siemer Verpackungen) über Wege zum Wandel. Marcel Fratzscher betonte, dass Deutschland mehr investieren müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben, während die wirtschaftliche Realität besser als die Stimmung sei. Alexander Bonde erklärte, Klimaschutz und Wachstum müssten als Einheit gedacht werden. Maren Grondey appellierte an Unternehmer, selbst Werte in die Betriebe zu tragen und mehr Verantwortung beim Klimaschutz zu übernehmen, unabhängig von politischen Vorgaben.
Praxisnahe Impulse lieferte ein von Jens Meyer moderiertes Format mit Beiträgen von Kristine Ilse (Mediaprint Solutions), Martin Knuth (Steinbeis Papier) sowie Alina Soyez und Lara Soyez (soyez Stuckateur und Maler). Die Expertinnen und Experten zeigten auf, wie Nachhaltigkeit die Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Zum Abschluss bilanzierte Kirsten Hommelhoff: "Der DDMT26 verdeutlichte, dass Nachhaltigkeit längst zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für unsere Branche geworden ist." Für weitere Investitionen seien nun verlässliche politische Rahmenbedingungen notwendig.
Sie möchten täglich News von Druck & Medien erhalten? Hier können Sie unseren neuen Newsletter abonnieren, der täglich um 6 Uhr erscheint.