Please wait...
News / Manroland Sheetfed: Servicegeschäft soll verkauft werden
05.05.2026  Wirtschaft
Manroland Sheetfed: Servicegeschäft soll verkauft werden
Der britische Eigentümer Tony Langley hat das Ende der Druckmaschinenproduktion bei Manroland Sheetfed in Offenbach bestätigt, während das rentable Servicegeschäft verkauft werden soll.
Manroland Sheetfed stellt die Produktion von Druckmaschinen am Standort Offenbach ein. Firmengründer Tony Langley erklärte im Interview mit "Printweek", dass das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Verlust von 43,2 Millionen Euro verzeichnete und die Bemühungen zur Sanierung gescheitert seien.

Als Gründe für die wirtschaftliche Schieflage nannte Langley die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie Handelsspannungen zwischen den USA und China, dem wichtigsten Markt des Herstellers. Die Produktion soll im Frühsommer auslaufen, wobei zunächst 84 von rund 750 Beschäftigten verbleiben, um bestehende Lieferverpflichtungen zu erfüllen.


Trotz des Aus für den Maschinenbau sieht Langley eine Zukunft für das Ersatzteil- und Servicegeschäft. Dieser Bereich sei profitabel und soll an einen etablierten Branchenteilnehmer veräußert werden, wobei Wettbewerber wie Heidelberg oder Koenig & Bauer als potenzielle Käufer gelten.

Das weltweite Servicenetz betreut eine installierte Basis von etwa 6.200 Druckmaschinen. "Wir haben unser Bestes gegeben und zweistellige Millionenbeträge investiert", betonte Langley gegenüber Kritikern. Eine Umnutzung des Werks für andere Konzernbereiche wie die Energietechnik erwies sich aufgrund hoher Investitionskosten und zu langer Vorlaufzeiten als nicht wirtschaftlich. Das zum Konzern gehörende Unternehmen Druck Chemie bleibt von der Insolvenz unberührt und arbeitet weiterhin profitabel.


Sie möchten täglich News von Druck & Medien erhalten? Hier können Sie unseren neuen Newsletter abonnieren, der täglich um 6 Uhr erscheint.
Sie wollen immer auf dem Laufenden sein? Bestellen Sie jetzt den Newsletter von Druck & Medien!