Die Europäische Kommission hat eine vertiefte Prüfung des geplanten Joint Ventures zwischen UPM und Sappi im Bereich grafische Papiere eingeleitet. Nach Abschluss der ersten Phase der Fusionskontrolle sieht die Behörde weiteren Klärungsbedarf hinsichtlich möglicher Wettbewerbsbedenken.
Das Vorhaben einer Fusion zwischen UPM und Sappi wurde bereits im Dezember 2025 durch eine unverbindliche Absichtserklärung der beiden Konzerne angekündigt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Kapazitäten im rückläufigen Markt für grafische Papiere zu bündeln und die Versorgungssicherheit in Europa zu stärken. Da die anfänglichen Bedenken der Kartellwächter in der ersten Phase nicht vollständig ausgeräumt werden konnten, folgt nun mit der Phase II eine detaillierte Untersuchung, wie sie in komplexen Fusionsverfahren der EU üblich ist.
Neben der Genehmigung durch die Europäische Kommission steht die Transaktion auch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Behörden in weiteren Rechtsordnungen, darunter die USA und China. UPM betonte, weiterhin offen und konstruktiv mit der Kommission zusammenzuarbeiten, um die in der Eröffnungsentscheidung dargelegten Punkte zu adressieren. Das Unternehmen zeigt sich überzeugt, dass das Gemeinschaftsunternehmen Vorteile für Kunden und die gesamte Industrie bietet, indem es die Widerstandsfähigkeit der europäischen Papierversorgung erhöht.
UPM beschäftigt weltweit rund 15.100 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 9,7 Milliarden Euro. Das Portfolio umfasst neben Kommunikationspapieren auch erneuerbare Fasern und Dekarbonisierungslösungen. Sappi und UPM sehen in der Kooperation einen notwendigen Schritt, um auf die strukturellen Veränderungen im Papiersektor zu reagieren.
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