Der Fachverlag fortes Medien verlegt die Produktion seiner gedruckten Publikationen von Ungarn. Ausschlaggebend für die Rückkehr nach Deutschland sind neben logistischen Vorteilen auch die politische Entwicklung in Ungarn sowie der Wunsch nach einer größeren Nähe zum Leserkreis.
Nach langjähriger Zusammenarbeit mit einem ungarischen Druckpartner stellt fortes Medien seine Herstellungsprozesse mit der ersten Ausgabe des Jahres 2026 vollständig um. Als neuer Partner wurde ein Unternehmen im Chiemgau gewählt, das neben dem Druck auch die Weiterverarbeitung und den Postversand inhouse abwickelt.
Verlegerin Andrea Iven begründet den Schritt unter anderem mit der politischen Situation in Ungarn, die mit den Werten des unabhängigen Verlags nicht mehr vereinbar sei.
Bisherige Prüfungen deutscher Standorte scheiterten laut Verlagsangaben oft an zu hohen Kosten, welche die Liquidität des kleinen Fachverlages massiv belastet hätten. Mit dem neuen Partner passe nun die Kostenstruktur zur gewünschten Qualität und Haltung des Hauses.
"Besonders überzeugt hat uns, dass auch Weiterverarbeitung und Postversand vollständig vor Ort und inhouse erfolgen", erklärt Iven. Dies reduziere Transportwege, spare Zeit und vereinfache die Abwicklung erheblich. Die Entscheidung sei eine bewusste Wahl für kürzere Wege und eine Produktion, die geografisch sowie ökologisch näher an der Leserschaft liege.
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