Die Druckerei Salzkammergut-Media hat beim Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Von der Insolvenz sind 67 Mitarbeitende an insgesamt sieben Standorten betroffen.
Salzkammergut-Media hat am Montag beim Landesgericht St. Pölten einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht. Dies bestätigten die Gläubigerschutzverbände Creditreform, AKV und KSV1870.
Das Unternehmen betreibt Standorte in Melk, Gmunden, Rohr, Traun, Freistadt, Bad Ischl und Mittersill. Zum Portfolio gehören eine Druckerei, Medienarbeit sowie eine Werbeagentur. Die Passiva werden mit 3,515 Millionen Euro beziffert, während die Aktiva bei 311.549 Euro liegen. Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent angeboten.
Als Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit nennt das Unternehmen die technische Entwicklung in der Druckbranche sowie die zunehmende Digitalisierung. Diese Faktoren hätten zwar den Umsatz gesteigert, jedoch nicht den Gewinn. Zudem führten Mängel in der Buchhaltung und die unerwartete Beendigung der Geschäftsbeziehung durch die Hausbank zu einer mangelnden Liquidität.
Mit Restrukturierungsmaßnahmen wurde bereits begonnen. "Wenn die Schuldnerin das konsequent durchzieht, kann die Fortführung gelingen", erklärt Günther Moser von Creditreform. Laut AKV wird zudem geprüft, ob Unterstützungsmaßnahmen durch Dritte möglich sind. Bei Bedarf könnten einzelne Betriebsstätten geschlossen oder Unternehmensbereiche eingeschränkt werden.
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