Vor zwei Jahren wollte Brother das Unternehmen Roland DG übernehmen und scheiterte. Jetzt hat Brother einen neuen Übernahmekandidaten auf dem LFP-Markt ausgemacht.
Der japanische Technologiekonzern Brother beabsichtigt die vollständige Übernahme des Großformatdrucker-Herstellers Mutoh durch ein öffentliches Kaufangebot. Das Transaktionsvolumen für den Erwerb sämtlicher ausstehender Aktien beläuft sich auf rund 35 Milliarden Yen, was etwa 210 Millionen Euro entspricht.
Mit diesem Schritt will Brother seine strategische Expansion in den industriellen Druckmarkt forcieren und Druckereien möglichst viel Maschinentechnik aus einer Hand bieten. Nachdem ein Übernahmeversuch von Roland DG vor rund zwei Jahren scheiterte, zielt das Unternehmen nun darauf ab, Mutoh als hundertprozentige Tochtergesellschaft zu integrieren. Brother fertigt bislang primär Home-Office-Systeme sowie Etiketten- und Textildrucker. Durch die Akquisition würde das Portfolio um Eco-Solvent-, UV- und Rollen-Drucksysteme sowie CAD-Plotter erweitert, in deren Segmenten Brother bislang kaum präsent ist. Damit würde Brother als Anbieter auch für Druckereien deutlich interessanter.
Das Unternehmen ist überzeugt, durch die Bündelung der jeweiligen Technologien die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen beider Akteure zu stärken. Mutoh kooperiert derzeit unter anderem mit Fujifilm bei der Nutzung der Aquafuze-Tintentechnologie. So basiert das Fujifilm-Modell Acuity Triton auf dem HydrAton 1642 von Mutoh.
Die Frist für das Übernahmeangebot läuft bis zum 23. März 2026. Brother erklärte dazu in der offiziellen Bekanntmachung, dass dieser Zeitraum "länger als das gesetzliche Minimum von 20 Werktagen" gewählt wurde, um den Aktionären eine angemessene Entscheidungszeit zu geben und auch anderen Parteien die Möglichkeit für Gebote einzuräumen.
Sie möchten täglich News von Druck & Medien erhalten? Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren, der jeweils dienstags und donnerstags erscheint.