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Jürgen Otto, Heidelberg-Vorstandsvorsitzender (Bild: Heidelberger Druckmaschinen)
09.02.2026  Wirtschaft
Heidelberg steigert die Profitabilität
Heidelberg hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 den Umsatz auf 1,602 Milliarden Euro gesteigert und das operative Ergebnis deutlich verbessert.
Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und negativer Währungseffekte profitierte Heidelberger Druckmaschinen von Zuwächsen in Europa sowie im Verpackungs- und Etikettendruck. Parallel dazu forciert der Konzern seine strategische Neuausrichtung auf neue Geschäftsfelder wie Defense und Energie.


Der Umsatz des Druckmaschinenherstellers lag zum 31. Dezember 2025 rund 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,509 Milliarden Euro. Besonders das dritte Quartal trug mit 617 Millionen Euro zu dieser positiven Entwicklung bei. Das bereinigte EBITDA stieg signifikant auf 114 Millionen Euro an, was einer verbesserten Marge von 7,1 Prozent entspricht. Laut Unternehmen zeigen die im Zukunftsplan verankerten Effizienzmaßnahmen Wirkung, insbesondere durch gesenkte Produktions- und Personalkosten.


Der Auftragseingang belief sich nach neun Monaten auf 1,628 Milliarden Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1,823 Milliarden Euro) wird mit dem außergewöhnlich starken Vorjahr durch die Branchenmesse drupa sowie negativen Wechselkurseffekten in Höhe von 46 Millionen Euro begründet. In der Region Americas konnte Heidelberg im dritten Quartal jedoch ein Plus von 17 Prozent beim Auftragseingang verzeichnen.


Im Zuge der Transformation bündelt Heidelberg Aktivitäten in Bereichen wie Defense, Sicherheit und Ladeinfrastruktur unter der Einheit HD Advanced Technologies. "Mit den von uns angestoßenen Maßnahmen bestätigen wir unseren Wachstumsplan", erklärt Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. Das Unternehmen sei strategisch wie operativ gut positioniert, um Chancen in dynamischen Zukunftsmärkten zu nutzen.


Im Kerngeschäft legte das Segment Print & Packaging Equipment beim Umsatz auf 804 Millionen Euro zu. Im Bereich Digital Solutions & Lifecycle setzt das Unternehmen verstärkt auf die Integration von Maschinen, Software und Service. Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb, betont: "Mit dem gezielten Ausbau unseres Digitaldruck-Portfolios und neuen Hochleistungssystemen wie der Jetfire 75 schaffen wir zusätzliche Wachstumsperspektiven."


Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich nach drei Quartalen deutlich auf 17 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 42 Millionen Euro zu verzeichnen war. Der Free Cashflow blieb mit minus 81 Millionen Euro aufgrund einer Akquisition und Restrukturierungskosten negativ, verbesserte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr.


Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/2026 bestätigt Heidelberg die Prognose und erwartet einen Umsatz von rund 2,350 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge wird aufgrund der wirtschaftlichen und handelspolitischen Unsicherheiten eher im unteren Bereich des Zielwerts von bis zu 8 Prozent erwartet.
 
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