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Axel Zöller präsentierte die neue Workflow-Lösung. (Bild: Heidelberger Druckmaschinen)
28.01.2026  Technik
Heidelberg installiert KI-Workflow bei Pilotkunden
Heidelberger Druckmaschinen hat die Prinect Anwendertage genutzt, um neue Software-Lösungen anzukündigen. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine wichtige Rolle.
Mehr als 400 Teilnehmende aus der ganzen Welt bei den Prinect Anwendertagen 2026 von Heidelberg markieren einen neuen Besucherrekord in der 30-jährigen Historie der Veranstaltung. In den Keynotes, Impuls-Vorträgen, Präsentationen und Workshops von Software und KI-Experten ging es im Kern darum, dem anhaltenden Kostendruck, fehlenden Arbeitskräften und einer immer kleinteiligeren Auftragsstruktur mit Prozessautomatisierung zu begegnen. Dabei kommt dem Einsatz Künstlicher Intelligenz künftig eine Schlüsselrolle zu.

Dazu passt, dass Heidelberg, das auf der drupa 2024 den neuen KI-gesteuerten Workflow Prinect Touch Free angekündigt hatte, jetzt die ersten Installationen bei Druckereien in Deutschland (Meinders & Elstermann), Polen (CGS Drukarnia) und der Schweiz (Schmid-Fehr AG) bekannt geben konnte. Alle Anwender produzieren in einer hybriden Produktionsumgebung mit Offset- und Digitaldrucklösungen von Heidelberg. Prinect Touch Free steuert dabei vollautomatisch die Druckproduktion und entscheidet dabei auf Basis der realen PDFs über den effizientesten und kostengünstigsten Ausgabekanal für die jeweiligen Druckaufträge.

Warum das sinnvoll ist, erläuterte Axel Zöller, Produktmanager Digital Workflow bei Heidelberg: "Die Anzahl Aufträge, die über Web-to-Print bei unseren Kunden eingegangen sind, sind weltweit im letzten Jahr um über 60 Prozent gestiegen. Dieses Volumen kann mit herkömmlichen, sprich manuellen Methoden, nicht mehr wirtschaftlich bewältigt werden. Dazu braucht es eine Automatisierungsoffensive! Dazu braucht es Prinect Touch Free!"

Der Pilotkunde Meinders & Elstermann begann Anfang Dezember 2025 mit Prinect Touch Free zu arbeiten. Wie Volker Havel, Mitglied der Geschäftsleitung, schilderte, wurde am 9. Dezember um 8 Uhr 30 mit der Anbindung des Digitaldrucksystems Jetfire 50 gestartet, 90 Minuten später konnten auf der Maschine im Rahmen einer Testproduktion die ersten Aufträge ausgegeben werden. "Unser Ziel der Automatisierung war in erster Linie, im Digitaldruck mit einer sehr kleinteiligen Auftragsstruktur Ruhe in den Prozess zu bringen", erklärte Volker Havel.

Zudem stellte das Unternehmen den Teilnehmenden einen neuen KI-Chatbot für das Kundenportal vor, der in Kürze für alle Anwender des Portals freigeschaltet wird. Das Tool unterstützt im ersten Schritt die mittlerweile mehr als 9.000 Nutzerinnen und Nutzer bei Fragen zu den im Kundenportal vorhandenen Apps sowie Prinect Production. Etwas später wird der Chatbot dann ergänzt um einen Datenchat, um datenbasierte Anfragen stellen zu können. Auch Fragen rund um die Maschinendokumentation und -bedienung wird er dann beantworten können. In Zukunft will Heidelberg auch die Service-Ticket-App mit einem Assistenten ausstatten, der Kunden beim Anlegen eines Tickets unterstützt und ihnen hilft, möglichst viel relevante Information zu hinterlegen.

"Mit dem 'Heidelberg Chatbot' bündeln wir validiertes Wissen aus Prinect und dem Heidelberg Kundenportal in einem intelligenten Assistenten. Kundinnen und Kunden erhalten kontextbezogene Antworten direkt im Portal, Service-Teams greifen zusätzlich auf internes Expertenwissen zu – weltweit, rund um die Uhr", fasst Jürgen Grimm, Leiter Prinect bei Heidelberg, die Vorteile zusammen. "Eine schnellere Lösung von Problemen, eine höhere Benutzerfreundlichkeit und internationales Know-how-Sharing sind die Folge."


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