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14.01.2026  Wirtschaft
Casimir Kast: Zukunft ist gesichert
Christian Oetker-Kast hat den Geschäftsbetrieb von Casimir Kast übernommen. 119 Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Insolvenzverwalter Dirk Pehl von Schultze & Braun und Christian Oetker-Kast, der geschäftsführende Gesellschafter der Casimir Kast Verpackung und Display GmbH haben eine Fortführungslösung für den Verpackungsspezialisten präsentiert, mit der 119 Arbeitsplätze erhalten werden können.

Im Zuge einer sogenannten übertragenen Sanierung hat Christian Oetker-Kast den Geschäftsbetrieb zum 1. Januar 2026 vom Insolvenzverwalter erworben. Die Belegschaft wurde von Herrn Oetker-Kast und Insolvenzverwalter Pehl bereits über die Entwicklungen informiert. 

"Es freut mich, dass wir die guten und konstruktiven Gespräche nun zu einem Abschluss bringen konnten, und dass es für das Unternehmen und die Mitarbeitenden eine Zukunftsperspektive gibt", sagt Dirk Pehl. „Es gab mehrere Übernahmeinteressenten, aber letztlich haben das Konzept und das Angebot von Herrn Oetker-Kast alle Beteiligten überzeugt."

"Ich bin enorm dankbar für das Vertrauen, das mir mit der Übernahme ausgesprochen wurde", sagt Christian Oetker-Kast. "Wir stehen hundertprozentig hinter dem Unternehmen und werden alles daran setzen, Casimir Kast wieder zu dem zu machen, wofür es in seiner 475-jährigen Tradition stand und steht – Qualität und Kundenähe."

Aufgrund der nötigen Restrukturierung des Unternehmens sei es aber unumgänglich, die Anzahl der Mitarbeitenden an die wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen. So sieht das Personalkonzept einen Abbau von 31 Arbeitsplätzen in Verwaltung und Produktion vor. Dieser Personalabbau wird aber im Rahmen eines Interessensausgleichs mit Sozialplan umgesetzt, und für die betroffenen Arbeitnehmenden wurde eine Transfergesellschaft eingerichtet. 

"Uns ist dieser Personalabbau außerordentlich schwer gefallen. Wir sind uns selbstverständlich im Klaren darüber, dass diese Entscheidung für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen schmerzlich ist und wir hätten sie sehr gerne im Unternehmen behalten", sagt Christian Oetker-Kast. "Aber leider war und ist die Entscheidung auch zu diesem Zeitpunkt für die nötige Sanierung unumgänglich, weil sich die geänderte Nachfrage auf die Auslastung im Unternehmen ausgewirkt hat."

Dirk Pehl hatte den Investorenprozess bereits kurz nach dem Insolvenzantrag gestartet. Ziel war von
Anfang an, das Unternehmen zu erhalten, um ihm eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu
ermöglichen, Arbeitsplätze zu erhalten und seinen Stand in der regionalen Wirtschaft zu sichern.
Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter und Kunden senden positive Signale.

Der Geschäftsbetrieb von Casimir Kast geht derweil ohne Einschränkungen weiter und neue Aufträge werden selbstverständlich auch angenommen. "Die Kunden haben nun Gewissheit, dass sie auch künftig auf die Leistungen und Produkte von Casimir Kast vertrauen und setzen können. Die erreichte Lösung ist auch für sie eine gute Nachricht", sagt Christian Oetker-Kast. "Wir haben sehr positive Rückmeldungen unserer Kunden erhalten, das stimmt uns zuversichtlich und gibt uns den notwendigen Rückenwind für den Neustart. Wir freuen uns sehr, auch weiterhin als Experte für offsetkaschierte Wellpappe auf dem Markt aktiv zu sein und ihre Bedürfnisse optimal zu bedienen, um Casimir Kast wieder zu einem erfolgreichen und starken Unternehmen der faserbasierten Verpackungsindustrie auszubauen."

Casimir Kast ist seit 475 Jahren in der Region Gernsbach tätig und mehr als 13 Generationen familiengeführt. Am Standort Gernsbach entwickelt und produziert das Unternehmen Verpackungen aus Karton und Wellpappe für Marktführer im Bereich der FMCG (Fast Moving Consumer Goods), sowie Markenartikler und deren Agenturen aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern.


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