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24.01.2023  Wirtschaft
Warum sich die Preisspirale im Onlinedruck weiter dreht
Zipcon Consulting ermittelt den Zipcon Onlineprint Preis Index. In welchen Bereichen die aktuellen Zahlen überraschen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause haben die Preise im Onlineprint im vierten Quartal 2022 wieder angezogen. Wie der aktuelle ZOPI – der Zipcon Onlineprint Preis Index – für das vierte Quartal 2022 zeigt, wurden im November des vergangenen Jahres gar neue Höchstwerte erreicht, die im Dezember nur leicht zurückgingen. In der Detailbetrachtung hat es aber auch Ausreißer nach unten gegeben, zumindest bei den Flyern.
 
Bevor 2023 richtig Fahrt aufnimmt, gilt es, mit dem neuesten ZOPI noch einmal einen Blick auf das zurückliegende Jahr zu werfen. Während die Corona-Pandemie und die damit einhergegangenen Maßnahmen Schritt für Schritt zurückgefahren wurden, hat der Krieg in der Ukraine die Wirtschaft in Deutschland und der Welt in ihren Grundfesten erschüttert – und wird es vermutlich auch im neuen Jahr tun.
 
Vor allem die explodierenden Energiepreise haben bei Privathaushalten und Unternehmen gleichermaßen die Diskussion bestimmt – da hat auch das letzte Quartal 2022 keine Ausnahme gemacht. Energieprodukte wurden über das gesamte Jahr gesehen im Durchschnitt um 34,7 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt jüngst bekanntgab. Dabei war Energie schon im Jahr 2021 um 10,4 Prozent teurer als im Vorjahr.
 
Insgesamt ist die Inflation in Deutschland zwar Ende Dezember um 0,8 Prozentpunkte gesunken, befindet sich mit +8,6 Prozent aber noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Über das gesamte Jahre berechnet lag sie 2022 bei +7,9 Prozent und damit deutlich über dem Wert von +3,1 Prozent im Jahr zuvor.
 
Das geht auch an den Unternehmen der Druckindustrie nicht spurlos vorbei, wie das Konjunkturtelegramm des Bundesverbands Druck und Medien regelmäßig zeigt. Zwar blieb die Einschätzung zum Geschäftsklima zuletzt auf dem Niveau des Vormonats, doch wurde die Geschäftslage an sich erneut schlechter bewertet. In das neue Jahr blickten die Unternehmen zugleich positiver.
 
Doch wie haben sich die Onlinedruckereien im vierten Quartal 2022 geschlagen? Allgemein gilt, jetzt wie auch schon zuletzt, dass Unternehmen, die sich frühzeitig digital transformiert haben, resilienter gegenüber den Entwicklungen im Markt sind und sich schneller und flexibler anpassen können. Reagieren auf die gestiegenen Preise von Energie und Rohstoffen mussten sie dennoch wie alle anderen auch. 
 
Für das Gesamtjahr 2022 hat das Statistische Bundesamt gerade ein reales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,9 Prozent bekanntgegeben. Die Wirtschaftsleistung habe damit erstmals wieder über dem Wert vom Jahr 2019 gelegen. Die befürchtete Rezession sei damit vorerst abgewendet, beziehungsweise hätten sich die Chancen, dass Deutschland um eine solche Rezession vorbeikommt, vergrößert. Gleichwohl, die Sorgen darum werden die Wirtschaftsunternehmen auch 2023 weiter begleiten.
 
Darum gilt es, auch in den nächsten Monaten wachsam zu bleiben und auf Entwicklungen schnell zu reagieren. Das wird – so zeigt es die Erfahrung der vergangenen Jahre – vor allem den Unternehmen gelingen, die ihre Geschäftsmodelle und Vertriebswege bereits digital transformiert und ihre Prozesse automatisiert haben. Eine Erfolgsgarantie ist das freilich nicht. Denn auch Onlinedruckereien, die in Sachen Digitalisierung bereits vorn mit dabei sind, dürfen nicht nachlassen, weiterzudenken und sich mit Entwicklungen und Zukunftsthemen zu beschäftigen. (kü)

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