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22.12.2022  Wirtschaft
Geschäftserwartungen in der Druckbranche fallen positver aus
Die Geschäftserwartungen in der Druckbranche sind gestiegen. Vor allem zwei Segmente profitieren von dieser Entwicklung.
Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im November etwas verbessert hat, stagnierte es im Dezember aufgrund gegenläufiger Trendentwicklungen. Der vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) berechnete Geschäftsklimaindex blieb damit saisonbereinigt auf dem Vormonatsniveau. Mit 87,2 Punkten notierte der Index rund 8,1 Prozent unter seinem Vorjahresniveau und rund 5 Prozentpunkte unter dem Jahresdurchschnitt von 2022.

Im November bewerteten die vom ifo Institut befragten Entscheider der Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage schlechter als im Vormonat. Jedoch fielen ihre Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung der nächsten sechs Monate erneut weniger pessimistisch aus als im Vormonat. Die Werte für das Geschäftsklima blieben daher im Monat Dezember nahezu unverändert. Die Ausprägungen der aktuellen und erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Nachdem der saisonbereinigte Geschäftslageindex im November stagnierte, verlor er im Dezember rund 4,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Index notierte bei 88,0 Punkten und damit auf dem saisonbereinigt niedrigsten Stand des Jahres 2022. Besonders betroffen ist der Werbedruck, bei dem rund 37 Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als schlecht einschätzen.

Bei den Etiketten- und Verpackungsdruckern fällt die Bewertung der Geschäftslage im Dezember hingegen überwiegend positiv aus. Lediglich rund 5,1 Prozent der befragten Unternehmen sprechen von einer schlechten Geschäftslage während rund 51 Prozent die Geschäftslage im Dezember als gut einschätzen. In der Gesamtjahresbetrachtung liegen die Indexwerte der Druck- und Medienbranche im Mittel rund 2,2 Prozent über den Werten des Jahres 2021.

Auch wenn in den vergangenen Wochen einige Indikatoren zum Teil auf eine Stabilisierung der Lage an den Beschaffungsmärkten für Vorprodukte, insbesondere Druckpapiere, hindeuten, beeinflusst der anhaltend hohe Kostendruck die Geschäftslage der Unternehmen weiterhin negativ. Hinzu kommt die eingetrübte Auftragslage. Im Dezember 2022 bewerteten 47,7 Prozent der befragten Unternehmen ihren Auftragsbestand als zu gering. Dies sind zwar rund 9 Prozentpunkte weniger als im Vormonat, jedoch 29 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat.

Trotz anhaltender Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Gesamtkonjunktur und der Beschaffungsmärkte schätzen die Druck- und Medienunternehmen ihre Geschäftsaussichten für das erste Halbjahr 2023 erneut weniger pessimistisch ein als noch im Vormonat. Im Dezember nahm der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen um rund 4,9 Prozent im Vormonatsvergleich zu. Damit befindet sich der Index mit 86,3 Punkten allerdings rund 1 Prozentpunkt unter dem Jahresmittel von 2022 und rund 14 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Lediglich rund 2,2 Prozent der befragten Unternehmen schätzen die Entwicklung der Geschäftslage in den nächsten 6 Monaten als positiv ein, während rund 43,3 Prozent von einer Verschlechterung der Geschäftslage ausgehen. Rund 54,5 Prozent der Befragten erwarten eine gleichbleibende Geschäftslage. Diese Aussichten schlagen sich auch in den voraussichtlichen Beschäftigtenzahlen der nächsten 3 Monate nieder. So wird mit einem Saldo von -15 Prozentpunkten eine überwiegend rückläufige Entwicklung der Beschäftigtenzahlen bei den befragten Betrieben der Druck- und Medienindustrie erwartet. (kü)

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