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18.11.2010  Wirtschaft
Gehört UV-LEDs die Zukunft?
Zwei Tage lang, am Dienstag und Mittwoch dieser Woche, veranstaltete die Fogra in München das Anwenderforum UV-Druck. Im Mittelpunkt standen die Themen "Lebensmittelverpackungen und UV-Druck" sowie "Sind UV-LEDs die Strahlungsquelle der Zukunft?"
Nachdem am ersten Veranstaltungstag des sehr gut besuchten Symposiums den Fragen rund um den Verpackungsdruck nachgegangen wurde, konzentrierten sich die Referenten am gestrigen Mittwoch vor allem auf die UV-LEDs. Sie stellen im UV-Druck eine Alternative zu den konventionellen UV-Trocknern dar. Vertreter von verschiedenen Herstellern erläuterten den Stand der Technik sowie die Vor- und Nachteile.

Zu den Pluspunkten der Technik zählen der reduzierte Energieeinsatz und damit einhergehend eine geringere CO2-Belastung. Zudem entsteht weniger Wärme bei der Trockung, die abgeleitet werden muss beziehungsweise auf die Maschinen abstrahlt. Auch im laufenden Betrieb können die UV-LEDs ihre Stärken ausspielen: Sie benötigen weniger Aufwärmzeit als konventionelle Systeme und können auch im Taktbetrieb laufen - das heißt, sie werden nur dann aktiviert, wenn sie auch benötigt werden.

Die Druckfarbenhersteller sind gefragt

Nachteile sind heute noch die Kosten von UV-LEDs, die über denen von konventionellen UV-Strahlern liegen. Zudem gibt es derzeit noch verhältnismäßig wenig Farben, Lacke oder Bedruckstoffe, die sich für die UV-LEDs eignen. Einige Anbieter kündigten jedoch an, im kommenden Jahr neue Produkte vorstellen zu wollen. Die UV-LEDs können außerdem nicht die gleichen hohen Geschwindigkeiten mitgehen wie konventionelle Systeme. Daher bietet beispielsweise KBA die Technik für seine Bogenoffsetmaschinen noch nicht an. Ebenfalls problematisch: Fällt eine UV-LED aus, muss das ganze System ausgetauscht werden. Allerdings sollen die Systeme 15.000 Betriebsstunden und mehr erreichen können. Hier fehlen aber noch entsprechende Erfahrungswerte.

Einig waren sich die Referenten darin, dass dem Verfahren bei spezifischen Anwendungen, beispielsweise im digitalen Bereich und bei Verpackungen, die Zukunft gehören wird. Dazu müssten aber noch mehr Hersteller, vor allem im Bereich Druckfarben und Lacke, auf den Zug aufspringen. Selbst migrationsarme Druckfarben sollen sich dann mit UV-LEDs aushärten lassen - hier schließt sich der Kreis zum Thema des ersten Symposiumtages. (kü)
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