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25.05.2022  Wirtschaft
Papierverarbeitungs-Unternehmen Schöneis ist insolvent
Schöneis hat Insolvenz angemeldet. Wie es jetzt für das Unternehmen weitergehen soll.
Die Schöneis GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb aus Esterwegen im Landkreis Emsland ist in der Drucknachbereitung und dem Werbemittelhandel tätig und beschäftigt 47 Mitarbeiter. Das Amtsgericht Meppen ordnete nach der Antragstellung die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Betriebes an und bestellte Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH aus Oldenburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
 
Zusammen mit der Geschäftsführung um Holger und Jens Schöneis führt er den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fort. Über das Insolvenzgeld seien die Gehälter der Mitarbeiter für drei Monate gesichert. Die Verantwortlichen haben die Beschäftigten im Rahmen einer Versammlung über den aktuellen Stand informiert.
 
Grund für die Antragstellung sind erhebliche Umsatzrückgänge als Folge der Corona-Pandemie sowie verspätete Kurzarbeitergeld- und Quarantänezahlungen durch die zuständigen Behörden und damit entstehende Liquiditätsschwierigkeiten.

Geschäftsführer Holger Schöneis erklärt: "Die Situation ist nicht leicht, die Antragstellung war jedoch leider unvermeidlich. Zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter und dem von uns beauftragten Rechts- und Sanierungsberater, Rechtsanwalt Christoph Bode aus Oldenburg, haben wir bereits erste Gespräche mit Geschäftspartnern geführt, die positiv verlaufen sind. Auch unser Team ist hochmotiviert, was uns sehr freut." Das Unternehmen plant die Sanierung im Insolvenzverfahren über einen Insolvenzplan.

Pöuta-Sanierungsexperte Christian Kaufmann ergänzt: "Der Geschäftsbetrieb läuft weiter und die Aufträge der Kunden werden weiter ausgeführt. Wir werden nun die finanzielle Situation des Unternehmens prüfen und mögliche Lösungsansätze erarbeiten. Interessant ist insoweit insbesondere die angedachte Insolvenzplanlösung. Das Insolvenzverfahren eignet sich mit seinen vielen Sanierungsinstrumenten ideal, um sich neu aufzustellen." Der Fachanwalt für Insolvenzrecht wird in seinem Sanierungsteam von Rechtsanwalt André Gildehaus unterstützt.

Seit 1992 besteht das Dienstleistungsunternehmen, das sich auf Papierverarbeitung, Laserdrucktechnologie und Werbemittelhandel spezialisiert hat. Der Betrieb verfügt über eine Produktions- und Lagerfläche von 4.000 Quadratmetern. Der Ausbau erfolgte durch regelmäßige Erweiterungen des Produktportfolios wie zuletzt in die Wellpappenproduktion, sowie Investitionen in Nischenprodukte, insbesondere für Spezial- und Sonderverarbeitungen der grafischen Industrie.
 
Anwalt Christian Kaufmann ist Leiter der Pluta-Niederlassungen in Oldenburg und Bremen und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Sanierung von Unternehmen, unter anderem in der Druckbranche. Er war beispielsweise als Insolvenzverwalter in den Verfahren der Versand und Weiterverarbeitung Hagen und der druckservice duisburg medienfabrik tätig, ferner als Sachwalter bei der SKN-Gruppe aus Norden/Emden. (kü)

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