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Konjunkturlage Deutsche Druckindustrie Februar 2022
01.03.2022  Wirtschaft
BVDM-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie
Februar 2022: Geschäftsklima bleibt wechselhaft; Erwartungen der Unternehmen hellen sich auf.

Im Februar entspannte sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche ein wenig. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex legte gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 2,0 Prozent auf 102,2 Punkte zu und machte den Rückgang aus dem Januar wieder wett. Damit notierte der Index erstmals seit Oktober 2021 wieder leicht über seinem Vorkrisenniveau. Diese Entwicklung ist überwiegend auf zuversichtlichere Unternehmenserwartungen zurückzuführen, welche die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der meisten coronabedingten Einschränkungsmaßnahmen widerspiegeln. Angesichts des anhaltenden Druckpapiermangels und der drohenden Auswirkungen der Ukrainekrise auf die Energiepreise, müssen die Erwartungen mit Vorsicht interpretiert werden.


Im Februar beurteilten die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage und ihre für die nächstens sechs Monate erwartete Geschäftsentwicklung zuversichtlicher als im Januar. 


Nachdem der saisonbereinigte Geschäftslageindex zu Jahresbeginn gefallen war, legte er im Februar  wieder leicht zu, notierte mit 99,7 Punkten jedoch nur 1,4 Prozent über dem Stand vom Januar. Nach wie vor liegt er unter seinem Vorkrisenniveau vom Februar 2020 – das Minus beträgt 2,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich stieg der Index um 18,5 Prozent. Dies ist vor allem auf eine deutlich bessere Auftragslage und Nachfragenentwicklung als im Februar 2021 zurückzuführen. Dennoch verhindert die anhaltende Papierknappheit eine kontinuierliche Erholung der Produktion der Druck- und Medienunternehmen. So gaben im Februar rund 17 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihre Produktionstätigkeit zuletzt gestiegen sei. Rund 42 Prozent der Teilnehmer registrierten jedoch eine rückläufige Produktionsentwicklung.


Trotz dieser Schwierigkeiten bewerten die Druck- und Medienunternehmen die künftige Geschäftsentwicklung optimistischer als im Januar. Im Februar nahm der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen um 2,6 Prozent zu. Mit 104,8 Punkten lag der Index 1,6 Prozent über seinem Vorjahresniveau. Derzeit schätzen 33 Prozent der Unternehmen, dass sich ihre Geschäftssituation in den kommenden sechs Monaten im Vergleich zur aktuellen Lage bessern wird. Diese Erwartungen dürften vor allem mit Hoffnungen auf eine zeitnahe Entspannung der Infektionslage verbunden sein. Rund 20 Prozent der Befragten bleiben jedoch in ihrer Erwartungshaltung vorsichtig und rechnen folglich mit einer schwächeren Entwicklung ihrer Geschäftslage. Diese Unternehmen dürften insbesondere das Anhalten der Lieferengpässe bei Vorleistungsgütern sowie die wirtschaftlichen Gefahren einer Eskalation des Ukrainekonflikts im Blick haben. Insgesamt stieg der saisonbereinigte Saldo der Geschäftserwartungen im Februar gegenüber dem Vormonat um 5 Prozentpunkte an und lag damit erstmals seit fünf Monaten wieder knapp über dem Nullpunkt.


Hintergrundinformationen zum bvdm-Konjunkturtelegramm sowie Hinweise zur Teilnahme an den monatlichen ifo Konjunkturumfragen finden Sie unter: bvdm-online.de/kt. (bvdm)


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