Please wait...
News / Wie führt man Druckereien am besten durch Krisen?
04.01.2022  Strategie
Wie führt man Druckereien am besten durch Krisen?
Eine Druckerei durch eine Krise zu navigieren, stellt die Chefetage vor große Herausforderungen. Wie kommen Druckdienstleister durch schwierige Zeiten?
 
Wichtig ist, dass Führungskräfte einen Plan haben, wie mit Krisen umgegangen werden soll. Bei vielen Druckdienstleistern kommt diese Vorsorge jedoch zu kurz: Sie reagieren erst auf eine Krise, wenn sie bereits eingetreten ist. 
Druckereichefinnen und Druckereichefs stehen solchen Ereignissen jedoch nicht machtlos gegenüber. Wer auf eine Krise vorbereitet ist, kann die nötigen Schritte rasch einleiten und auf Herausforderungen reagieren. Das hilft auch dabei, die erste Aufregung nach dem Eintreten einer plötzlichen Krisensituation besser handhaben zu können. 
 
Grundsätzlich werden vier Krisenformen unterschieden: solche, die Lebewesen, die Umwelt, Vermögenswerte oder die Reputation eines Unternehmens bedrohen. Geraten chemische Abfälle versehentlich in das Grundwasser, werden beispielsweise Lebewesen und die Umwelt bedroht. Springt ein großer Kunde ab oder brechen die Aufträge in einer Pandemie ein, ist die wirtschaftliche Zukunft einer Druckerei in Gefahr. Läuft ein Auftrag schief und spricht sich das anschließend auch noch herum – Stichwort Shitstorm –, betrifft das dagegen unmittelbar die Reputation eines Unternehmens. 
 
Ein gutes Krisenmanagement beginnt jedoch nicht damit, eine Krise zu verwalten, sondern sie möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Dabei helfen verschiedene strategische Frühwarnsysteme. 
Eines davon besteht zum Beispiel darin, klare Unternehmensziele zu definieren und einen Zeitrahmen für ihre Einhaltung zu setzen.

Diese Ziele sollten mit klaren Zahlen hinterlegt und regelmäßig überprüft werden. In welchem Zeitraum will ich wie viel Umsatz machen? Wie hoch dürfen meine Kosten sein? Zu wie viel Prozent müssen meine Maschinen ausgelastet werden, damit ich Geld verdiene und nicht verbrenne? Wie hoch darf die Reklamationsquote sein? Vergleicht man später die tatsächlichen Betriebsergebnisse dieser festgelegten Ziele mit dem Ist-Zustand, ist jede einzelne Abweichung ein erstes Warnsignal für eine sich anbahnende wirtschaftliche Krise. 
 
Des Weiteren sollten sich Führungskräfte in Druckereien regelmäßig über die Branche und die Wirtschaftsentwicklung informieren. Wie viele andere Druckereien gibt es noch in der Nähe? Wer sind meine Mitbewerber und wie haben sie sich positioniert? Wie entwickelt sich die Druckbranche, welche Bereiche werden gestärkt, welche brechen ein? Herrscht eine eher positive Grundstimmung oder halten sich die Menschen derzeit mit Ausgaben zurück? Welche Drucksachen werden besonders nachgefragt und wo könnte die Nachfrage sogar noch steigen? Welche meiner Angebote sind gewinnbringend, welche nicht? Wo könnte ich mit einem neuen Geschäftsmodell Chancen haben? 
 
Aber auch innerbetrieblich müssen Führungskräfte Stimmungen wahrnehmen können. Welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nicht gut miteinander? Wo gibt es Konfliktpotenzial? Welcher Kunde war zuletzt unzufrieden? Gibt es Auftraggeber, die sich zusätzlich Dienstleistungen wünschen würden?

Wie ein Chef zum Motivator wird und mit welchem Fahrplan man durch schwierige Situationen kommt, lesen Sie im Dossier "Führen in der Krise". Es kann hier bestellt werden.  
Sie wollen immer auf dem Laufenden sein? Bestellen Sie jetzt den Newsletter von Druck & Medien!