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28.12.2021  Wirtschaft
Lohnt es sich, jetzt noch einen Online-Druckshop zu eröffnen?
Der Onlinedruck hat viele Jahre lang konstante Wachstumsraten verzeichnet. Doch die meisten Druckanteile scheinen bereits an etablierte Unternehmen vergeben. Lohnt es sich überhaupt noch, jetzt einen Onlineshop zu eröffnen?
Die Coronapandemie hat unseren Alltag verändert und mit ihm auch unsere Gewohnheiten. Der Lockdown brachte viele geschlossene Geschäfte mit sich, statt in Läden zu gehen, haben Verbraucherinnen und Verbraucher verstärkt im Internet eingekauft. Online bestellt, sicher geliefert: Die Waren kommen kontaktlos per Paketdienst ins Haus, in der Coronapandemie ein wichtiger Vorteil gegenüber dem stationären Handel.

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) berichtet zum Beispiel, dass das Weihnachtsgeschäft 2020 coronabedingt noch stärker als sonst online gelaufen ist. Etwa jeder vierte Euro wurde nach Schätzung des Verbands rund um Weihnachten online umgesetzt.

Diese veränderten Gewohnheiten verstärken einen Trend, der im Druckmarkt schon seit einigen Jahren zu beobachten ist. Standardisierte Produkte, für die es keine persönliche Beratung braucht, werden kostengünstig im Web bestellt. Große Onlinedruck-Dienstleister haben ihre Geschäftsmodelle darauf aufgebaut. Sie drucken Visitenkarten und Bücher, Broschüren und Flyer, Mailings und Kataloge – bekommen ihre Kundinnen und Kunden dabei jedoch nie persönlich zu Gesicht.

Nicht immer kommt für die Umsetzung von Web-to- Print-Aufträgen ausschließlich der Digitaldruck zum Einsatz, große Mengen werden weiterhin konventionell im Offsetdruck produziert. Wichtig für eine effiziente Herstellung ist die Standardisierung. Kunden wählen vorgegebene Produkte aus, konfigurieren sie und schicken ihren Druckauftrag meist ohne persönliche Beratung ab. Druckdienstleister sammeln diese Aufträge und bringen sie so auf einen Druckbogen, dass möglichst effektiv produziert werden kann.

Dafür sind große Mengen nötig, um verschiedene Aufträge so günstig wie möglich auf einem Bogen anordnen zu können. Die größten Anbieter in diesem Markt sind bekannte Namen wie "Wir machen Druck", Flyeralarm, Onlineprinters, Laserline, Saxoprint, Unitedprint oder Viaprinto, um nur einige zu nennen. Sie haben die Kunst, Druckaufträge möglichst schnell durch die Produktion zu schleusen, perfektioniert.

Es ist kein Geheimnis, dass auch kleinere Druckereien bei den Onlinedruck-Riesen bestellen, wenn es um Standardprodukte wie Visitenkarten geht. Einige der Onlinedrucker bieten dafür eigene Shops für Druckdienstleister an. Doch die Coronapandemie hat auch diesen Markt noch einmal verändert. 


Dennoch können Druckereien auch heute noch mit Onlinegeschäften erfolgreich sein; vorausgesetzt, sie packen diese Aktivitäten richtig an und denken um. Sie müssen sich im Internet weniger als "Handwerker" an der Druckmaschine verstehen, sondern als E-Commerce- Unternehmer, mit all den Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.

Wer in diesem Feld der Druckbranche seine Zukunft sieht, sollte sich außerdem erfolgreiche Versandhändler und ihre Marketingaktivitäten zum Vorbild nehmen. Auch das kostet Geld: Kunden, und solche, die es werden könnten, auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Druckereien haben hier aber einen entscheidenden Vorteil: Sie können die entsprechenden Werbematerialien direkt im eigenen Haus drucken und sie gleich als Visitenkarte für das eigene Unternehmen nutzen. 

Wie Druckereien das Online-Geschäft richtig aufziehen und welche drei Mega-Trends Druckerinnen und Drucker kennen sollten, lesen Sie im Dossier: "Online-Druck und E-Commerce", das hier bestellt werden kann. 
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