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06.08.2021  Technik
Silgan Metal Packaging nutzt neues Messgerät
Silgan Metal Packaging setzt den Offsetdruck ein, um Metalldosen zu bedrucken. Dabei hilft dem Unternehmen ein Messgerät von PITSID.
Silgan Metal Packaging in Meißen hat das Kontaktstreifenmesssystem Nip Con Smart von PITSID gekauft und nutzt das Messsystem bei Überprüfungen und Einstellungen in den Maschinen.

Bereits im Jahr 1896 wurde die Firma Graba & Schräger in Meißen gegründet. Schon seit Beginn der Geschäftstätigkeit widmete sich das Unternehmen dem Bedrucken und der Weiterverarbeitung von Blechtafeln. Aus diesen entstanden Konservendosen für die dauerhafte Verpackung von Lebensmitteln. Vor einigen Jahren wurde der Betrieb von der Silgan Holding aus den USA übernommen und in deren weltweites Unternehmensnetzwerk eingegliedert.

Das Werk in Meißen beschäftigt sich seitdem hauptsächlich mit der Fertigung von Dosen zur fachgerechten Verpackung von Fisch. Insgesamt sind am Standort 160 Menschen beschäftigt und die Aufträge werden dort komplett abgewickelt. Das beginnt bei der Gestaltung, der Fertigung von Proofs und Druckplatten bis zum Druck, der mit zwei Blechdruckmaschinen im Offsetdruckverfahren erfolgt. Die 2-Farben- und die 4-Farben-Maschine laufen in drei Schichten.

Die dabei produzierten Blechtafeln werden europaweit an unterschiedliche Abnehmer geliefert. Der Exportanteil liegt bei ca. 50 Prozent. Stolz sind die Mitarbeitenden auf die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2015 und eine FSSC (Food Safety System Certification) nach ISO 22000:2018.

Für die Einstellung der Kontaktstreifen an den beiden Offsetdruckmaschinen wird das Messgerät Nip Con Smart von PITSID Polygraphische innovative Technik Leipzig eingesetzt. An den Maschinen der Formatklasse 7 werden regelmäßig die Walzeneinstellungen der Farb- und Feuchtwerke geprüft. Besonders beim Walzenwechsel ist das Messsystem ein willkommenes Werkzeug zur Vereinfachung der Justage und zur Reduzierung der benötigten Einstellzeit.

"Das Nip Con Smart ist eine unheimliche Erleichterung für den Mess- und Einstellvorgang. Wenn ich den jetzigen Aufwand mit den früheren Anstrengungen vergleiche, dann bin ich der Meinung, dass jede Druckerei ein solches System im Einsatz haben sollte", sagt Mirko Kühn, der Leiter der Druckerei über den Einsatz des Messgeräts. "Es ist zudem viel genauer als die vorher übliche Methode mit dem Ausmessen des Kontaktstreifens auf dem Papier mit dem Fadenzähler. Da haben sich meistens kleine Fehler eingeschlichen", bestätigen die Drucker.

Durch den Einsatz von zwei Sensoren können wechselseitige Beeinflussungen während des Einstellvorgangs zwischen Bedienund Antriebsseite sofort erkannt und behoben werden. Ein weiterer Vorteil des Messsystems ist, dass die Messungen sowohl im trockenen wie auch im eingefärbten Walzenstuhl durchgeführt werden können. Das gewährleistet eine schnelle und genaue Kontrolle der Kontaktstreifenbreiten bei abnehmender oder schwankender Druckqualität Bei beiden Maschinen werden im Jahrestakt die Farbwerkswalzen ausgetauscht. Auch bei diesen aufwendigen Arbeiten hat sich das Gerät bewährt.

In Zukunft möchte die Druckerei auch die Möglichkeiten der statistischen Auswertung der Messergebnisse vermehrt nutzen. Dabei können ungewöhnliche Abnutzungserscheinungen oder auch mechanische Unregelmäßigkeiten der Druckmaschinen besser erkannt werden. So sind vorausschauende Instandhaltungsmaßnahmen möglich, die Schäden an der Maschine verhindern und eine dauerhaft hohe Druckqualität gewährleisten. (kü)

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