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Höhn auf der neuen Speedmaster vor allem Spielkarten.
16.07.2021  Technik
Höhn kauft neue Druckmaschine
Höhn Display + Verpackung hat eine neue Offsetmaschine von Heidelberg gekauft. Welche außergewöhnlichen Drucksachen das Unternehmen auf der Maschine produziert.
Die Höhn Display + Verpackung in Ulm hat erneut in Bogenoffsettechnik von Heidelberger Druckmaschinen investiert und die Druckkapazität erhöht. Seit kurzem produziert das Druckereiunternehmen auf einer Speedmaster XL 106-5+L. Die Fünffarbenmaschine mit Lackierwerk ergänzt eine Speedmaster XL 106-6+L, ein Sechsfarbensystem mit Lackierwerk, das Ende 2016 in Betrieb gegangen ist.

Im Rahmen eines Print Site Contracts sichert sich der Kunde während 36 Monaten Dienstleistungen rund um die Wartung der Bogenoffsetmaschine. Im Vertrag ist die Lieferung der Druckplatten über den erwähnten Zeitraum hinweg enthalten.
 
"Wir sind mit den Leistungen von Heidelberg sehr zufrieden. Die Installation und Inbetriebnahme war professionell, alles blieb im Zeit- und Budgetrahmen“, sagt Horst Walz, Geschäftsführer von Höhn Display + Verpackung. „Wir haben ab dem ersten Bogen im oberen Geschwindigkeitsbereich und in drei Schichten produziert."

Neben der Display- und Verpackungsproduktion werden bei Höhn große Mengen an Spielkarten gedruckt. Die Auflagen reichen von wenigen tausend bis zu mehreren zehntausend Bogen pro Auftrag. Das weltweite Geschäft mit Spielkarten verzeichne zurzeit ein starkes Wachstum, hält Horst Walz fest. Im Pandemiejahr 2020 habe das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 20 bis 25 Prozent zugelegt.
Die Spielkarten werden in vier-, fünf- und sechsfarbiger Ausführung beidseitig bedruckt. Ein speziell formulierter Dispersionslack schützt das Druckbild auf den Karten und begünstigt deren gutes Gleitverhalten.

Wie in der Display- und Verpackungsherstellung gelten im Spielkartendruck strenge Qualitätsvorgaben. Analog zur Bogenoffsetmaschine aus dem Jahr 2016 hat Höhn auch die zweite Speedmaster XL 106 durch die entsprechenden Qualitätssicherungssysteme ausgestattet. Der Passer und die Farbführung werden über Prinect Inpress Control im Inline-Verfahren geregelt. Auf beiden Maschinen wird das Druckbild mittels Prinect Inspection Control überwacht. Zwei hochauflösende Farbkameras, die im Lackierwerk eingebaut sind, rechnen von jedem einzelnen Bogen ein digitalisiertes Bild, das mit einer qualifizierten PDF-Datei abgeglichen wird.

Die Daten zur Voreinstellung der Farbzonen übermittelt die Vorstufe online an den Leitstand Prinect Press Center. Der Maschinenstatus und die Produktion werden am Wallscreen überwacht. Für den vollautomatischen Druckplattenwechsel ist die Maschine mit Autoplate Pro ausgestattet. Bei einem Auftragswechsel vergleicht Intellistart den aktuellen Status der Maschine mit den Parametern des Folgeauftrags und aktiviert automatisch die jeweils notwendigen Rüstsequenzen.

Im Frühjahr 2019 übernahm die Ludo-Fact-Gruppe mit Sitz in Jettingen-Scheppach die damalige Höhn GmbH. Seither firmiert das Druckereiunternehmen unter Höhn Display + Verpackung. Zur Gruppe gehört auch die auf den Digitaldruck spezialisierte Friedmann Print Data Solutions in Gomaringen. Ludo Fact zählt zu den größten Herstellern von Brettspielen, Puzzles und Kartenspielen. Die Firmengruppe beschäftigt an acht Standorten rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Unternehmensbereich Spiele und Puzzles fertigt in Produktionswerken in Deutschland, Rumänien, Tschechien und den USA nach eigenen Angaben bis zu 17 Millionen Brettspiele und Puzzles im Jahr weltweit. (kü)

Das Bild zeigt: Andreas Hedtrich, Leiter Einkauf Ludo Fact; Sascha Knabe, Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland, Leiter Region Süd und Markus Laepple, Betriebsleiter Höhn & Display + Verpackung (v.l.). 

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