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News / Der Neustart in der Druckbranche
14.07.2021  Strategie
Der Neustart in der Druckbranche
Die aktuelle Ausgabe von Druck & Medien beschäftigt sich mit dem Neustart in der Druckbranche. Posterlounge baut eine größere Druckerei, Thomasdruck investiert trotz Corona eine Millionensumme und im Dossier stehen neue Geschäftsideen für Druckereien im Mittelpunkt.
In der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien steht das Thema Neustart im Mittelpunkt. Ich finde, es passt gut in diese Zeit. Die Coronapandemie hat sich verlangsamt, die Inzidenzen gehen zurück, die Menschen treffen sich wieder in Restaurants oder fahren in den Urlaub. Es ist Zeit, durchzuatmen und lieb gewonnene Gewohnheiten wieder aufzunehmen, ohne dabei leichtsinnig zu werden.

Manchmal aber braucht ein Neustart vor allem Mut, Stärke und Selbstvertrauen. All das hat Thomas Blankenburg bewiesen, als er Anfang 1990 in Leipzig den Thomas Verlag gegründet hat, aus dem 1992 eine Druckerei, "ein Kind der Wende", entstanden ist. "Niemand wusste damals, ob man überhaupt einen Verlag gründen durfte, was eine GmbH ist oder wie viel Stammkapital nötig war", blickt er auf diese Zeit zurück. Inzwischen führt seine Tochter Juliane Blankenburg das Unternehmen. Unsere Autorin Gabriele Eisenbarth hat mit ihr über die Herausforderungen damals und heute gesprochen.

Um neue Geschäftsideen für Druckereien und die Herausforderungen, die daraus entstehen, geht es in unserem Dossier. Jens Hermann von Labelwerk und Helfried Prünster von der Druckerei Longo berichten, wie sie ihr Geschäftsmodell erweitert haben und wie ihre Strategie für die kommenden Monate und Jahre aussieht. Ich habe mir außerdem angeschaut, wo es noch Potenzial für Druckereien gibt und wie Betriebe vorgehen sollten, die ihr Angebot erweitern wollen. Ich kann Ihnen schon jetzt verraten: Nicht jede neue Geschäftsidee ist sinnvoll, wie immer gibt es auch hier Tops und Flops.

Eine Idee, die zu den "Tops" gehört, hatten Guido Schmidt und Mario Drechsler. Sie setzen sich für mehr Nachhaltigkeit in der Druckbranche ein und haben eine Initiative gestartet, die mehr Druckereien die Zertifizierung nach dem Blauen Engel erm glichen soll. Die Zertifizierungsvorgaben des Blauen Engels gelten als besonders streng und stellen daher eine hohe Hürde für Druckbetriebe dar. Die beiden Initiatoren wollen erreichen, dass es für die Zertifizierung staatliche Subventionen gibt. Wie sie das anstellen wollen und welche Kampagne sie dazu entwickelt haben, berichten sie im Interview.  

Eine ganz neue Druckerei baut das Unternehmen Posterlounge aus Leipzig. Auch hier spielt die Coronapandemie eine Rolle, denn Posterlounge ist auf gedruckte Wanddekoration spezialisiert. Und genau diese Poster und Bilder wurden in Zeiten des Lockdowns stärker nachgefragt, weil die Menschen mehr zu Hause waren und ihr Heim aufhübschen wollten. Für Posterlounge bedeutete das mehr Arbeit – und zu wenig Platz für Maschinen und Mitarbeitende. Daher fiel die Entscheidung, in eine neue Druckerei zu investieren. Mittelfristig sollen am neuen Druckstandort sogar zusätzliche Arbeitspl tze entstehen. Welche Pläne das Gründer-Trio außerdem hat, lesen Sie in unserem Case.

Ähnlichen unternehmerischen Mut hat Remo Eyer bewiesen, als er vor drei Jahren seine Druckerei gegründet hat. Er hat früh in ein hochwertiges Verfahren für die Bildreproduktion investiert und sich mit der Chromaluxe-Technik auf Fine Art Print spezialisiert. Was das mit Löwen, Zebras und Elefanten zu tun hat, erfahren Sie in einem weiteren Case.

Mir bleibt, Ihnen einen schönen Sommer zu wünschen. Genießen Sie die Sonne, ein gutes Essen und die Zeit mit Familie und Freunden. Denn manchmal bedeutet ein Neuanfang nicht nur, einen anderen Weg zu gehen. Sondern auch, eigentlich Selbstverständliches wieder mehr wertzuschätzen.

Ihre Sandra Küchler,
Chefredaktuerin 

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