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News / Corona-Infektionszahlen rückläufig – Geschäftsklimaindex steigt
Die Indexwerte zeigen wieder nach oben. (Grafik: bvdm)
27.05.2021  Wirtschaft
Corona-Infektionszahlen rückläufig – Geschäftsklimaindex steigt
Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im April eingetrübt hatte, hellte es sich im Mai wieder auf. Wie sich der Geschäftsklimaindex verändert hat und was die möglichen Gründe sind.
Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex legte im Mai gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 3,6 Punkte zu. Der Index notiert mit 98,8 Punkten nur noch rund 4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau (vor dem Eintreten der Corona-Pandemie). Zur Stimmungsaufhellung tragen zwei Faktoren bei: Die mit den rückläufigen Corona-Inzidenzzahlen verbundenen Hoffnungen auf baldige Lockerungen der Einschränkungen und eine verbesserte aktuelle Geschäftslage.
 
Im Mai beurteilten die vom ifo Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) befragten Druck- und Medienunternehmen ihre derzeitige und die für die nächsten sechs Monate erwartete Geschäftslage zuversichtlicher als im Vormonat. Der Geschäftsklimaindex wird durch die aktuelle und erwartete Geschäftslage bestimmt und stellt einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck und Medienindustrie dar. Während der saisonbereinigte Geschäftslageindex im April stagnierte, legte er im Mai wieder zu und notierte mit 89,7 Punkten 3,8 Prozent über dem Vormonatswert. Mit diesem Anstieg liegt der Index mittlerweile 18 Prozent über seinem Vorjahresniveau.
 
Allerdings muss dieser enorme Vorjahresanstieg auch im Mai vor dem Hintergrund des statistischen Basiseffekts bewertet werden, der bereits im April den Vorjahresvergleich stark verzerrt hatte. So bewerten derzeit nur rund 18 Prozent der Unternehmenslenker ihre derzeitige Geschäftslage als positiv, 38 Prozent hingegen als schlecht. Zwar verbesserte sich der Saldo damit gegenüber dem Vorjahr um rund 28 Prozentpunkte. Dennoch gilt es zu berücksichtigen, dass nach wie vor rund 52 Prozent der Unternehmen ihren Auftragsbestand als «zu klein» und 40 Prozent ihre aktuelle Ertragssituation als schwach einstufen.
 
Trotz dieser anhaltenden Schwierigkeiten fielen die Erwartungen der Druck- und Medienunternehmen hinsichtlich ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung etwas optimistischer als im Vormonat aus. Im Mai stieg der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen um 3,7 Prozent auf 108,7 Punkte. Der Index liegt damit rund 15 Prozent über seinem Vorjahresniveau. Im Mai gaben rund 23 Prozent aller Befragten an, dass sie für die nächsten sechs Monate eine günstigere Geschäftslage erwarten. Lediglich rund 15 Prozent zeigten sich besorgt. Der Saldo verbesserte sich somit gegenüber dem Vorjahr um rund 26 Prozentpunkte.
 
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