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News / Continental errichtet Technologiecenter zum funktionalen Drucken
Laborleiter Jürg Schleuniger überprüft die Druckqualität. (Bild: Continental)
29.03.2021  Technik
Continental errichtet Technologiecenter zum funktionalen Drucken
2,5 Millionen Euro investiert Continental in ein Technologiezentrum zum funktionalen Druck. Was dort passieren soll.
Continental bündelt am Standort Freiburg seine Kompetenzen rund um den funktionalen Druck in einem Technologiecenter. Herzstück ist eine speziell für den funktionalen Druck entwickelte Maschine. Sie ermöglicht die Anwendung zahlreicher Druckverfahren und verarbeitet unterschiedliche Materialien von Kunstleder bis Metall, Papier und Gummi. Dafür hat das Unternehmen bislang rund 2,5 Millionen Euro in seinen baden-württembergischen Standort investiert.

In dem Zentrum für funktionale Drucktechnologien entstehen Prototypen. "Sie erlauben vorausschauende Wartungskonzepte bis hin zu automatischen Bestellabläufen für Ersatzteile in der Industrie 4.0. Sie sind aber auch Basis für neuartige Fahrzeuginnenräume", erklärt Erhard Barho, der bei Continental den Bereich für funktionale Oberflächenlösungen leitet.

Druck- und Verfahrensspezialisten sowie Experten im Schaltungsdesign entwickeln und testen in Freiburg gemeinsam Verfahren, um diese Funktionen in Produkte beispielsweise für die Druck- und Verpackungsbranche sowie für die Automobilindustrie zu integrieren. "Wir konzentrieren alle Druckverfahren, alle Materialien und alle Veredelungstechniken an einem Ort", sagt der Leiter des Zentrums, Armin Senne. "Bislang mussten sich Kunden verschiedene Partner für die einzelnen Aufgabenstellungen suchen und diese koordinieren. Wir bieten nun alles aus einer Hand, was im Hinblick auf die Zukunft der Druckindustrie möglich ist."

Das Zentrum ist in unmittelbarer Nähe zum Fraunhofer-Institut angesiedelt. Auch die langjährige Zusammenarbeit mit Druckformspezialisten wie Janoschka und Flex-Punkt wird fortgesetzt und ausgebaut. Dabei stehen Themen rund um die Zukunft der Verpackung im Mittelpunkt, beispielsweise smarte Verpackungen mit Touchdisplay und Biosensorik. Denkbar sind auch Lebensmittelverpackungen, die den Zeitpunkt des ersten Öffnens speichern.

Nach neuen Lösungen und Anwendungen suchen die Spezialisten, Ingenieure und Softwareentwickler in Freiburg vor allem auf den Gebieten Heizung, Antennendruck sowie Druck- und Temperatursensorik. Ein weiteres Beispiel ist das Thema "Lichtleitung". In Zukunft könnten Optiken im Mikrometer-Bereich Hologramme erzeugen, die mit Sicherheit angeben, ob es sich bei einem Produkt um ein Original oder eine Kopie handelt.

Beispiele für vorausschauende Wartungskonzepte in der Industrie 4.0 sind in Fördergurte eingebettete Dehnungssensoren, die frühzeitig einen notwendigen Austausch erkennen, Sensoren und Antennen in Schläuchen, die den inneren Abrieb messen, und Sensorluftfedern, die den Druck anzeigen. Darüber hinaus nutzen konzern-interne Start-ups das Druckzentrum zur Technologie- und Produktentwicklung. (kü)

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