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09.12.2020  Technik
3D-Druckdienstleister nimmt neues Material ins Programm auf
Weerg druckt im 3D-Druck jetzt auch mit Polypropylen. Für welche Anwendungen sich dieses Material eignet und warum der Dienstleister in der Corona-Pandemie mehr Aufträge hat als vorher.
Weerg erweitert das Angebot an 3D-druckbaren Materialien mit der HP Multi Jet Fusion-Technologie. Der italienische Dienstleiter, der online CNC- und 3D-Fertigung anbietet, hat vor einigen Wochen die Benutzung von Polypropylen aufgenommen und damit die bereits bekannten Nylonmaterialien PA11 und PA12, die bereits auf der Website verfügbar sind, ergänzt.

Mit acht bereits betriebsbereiten Systemen und vier weiteren, die bis Ende des Jahres hinzukommen, besitzt das in Venetien ansässige Unternehmen die bisher größte Installation von HP Jet Fusion 5210 3D-Industriedruckern in Europa.

"Wir haben die Einführung dieses neuen Materials, das in der Industrie für die Herstellung von Teilen und Komponenten, mittels traditioneller Technologien, bereits weit verbreitet ist, mit Spannung erwartet", erklärt Matteo Rigamonti, Gründer von Weerg, der als Testimonial an dem von HP und BASF organisierten Webinar über die Verwendung von Polypropylen teilnahm.

"Über das letzte Jahr haben wir ein exponentielles Wachstum bei der Nachfrage nach 3D-Drucken erlebt", so Rigamonti. "Die Pandemie hat die Lieferketten gestört und in vielen Bereichen der Produktion eine gewisse Dringlichkeit hervorgerufen, was viele Anwender dazu veranlasst hat, mit dem 3D-Druck zu experimentieren und seine unbestreitbaren Vorteile zu entdecken", sagt Rigamonti. Aus diesem Grund bestehe ein Bedarf an neuen Materialien, die für die industrielle Verarbeitung verwendet werden können.
 
Als Teil der Familie der teilkristallinen Thermoplaste zeichnet sich Polypropylen durch eine Beständigkeit gegen chemische Stoffe aus. Es ist sehr leicht (0,89 g/cm³), druck- und temperaturbeständig und eignet sich für alle Schweißtechniken, einschließlich Infrarot- und Ultraschallschweißen. Die Verwendung von Polypropylen bei der Herstellung von Prototypen gewährleistet zudem eine bessere Konformität, da der Prototyp direkt aus dem gleichen Material hergestellt werden kann, aus dem auch das Endprodukt bestehen soll. (kü)

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