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News / Druckhaus Küster+Pressedruck schließt
08.12.2020  Wirtschaft
Druckhaus Küster+Pressedruck schließt
Das Druckhaus von Küster+Pressedruck in Bielefeld stellt den Betrieb ein. Darüber informiert die "Neue Westfälische". Die Gründe hinter dieser Entscheidung.
Das Druckhaus von Küster+Pressedruck in Bielefeld-Sennestadt soll im Laufe des ersten Halbjahres 2021 geschlossen werden. Betriebsrat und Beschäftigte des zur NW-Mediengruppe zählenden Unternehmens wurden in dieser Woche über die Pläne informiert.

Danach wird die Herstellung der gedruckten Ausgaben der "Neuen Westfälischen" und weiterer Tageszeitungen künftig auf Druckhäuser in Osnabrück und Rodenberg verteilt. Auch das Druckhaus des "Mindener Tageblatts" in Minden könnte Teile der Produktion übernehmen.

Die Geschäftsführung der NW-Gruppe reagiere mit diesem Schritt auf die deutlich veränderten Nutzungsgewohnheiten in der Medienwelt heißt es in einer Mitteilung. "Während sich digitale Produkte wie das E-Paper oder das Nachrichtenportal nw.de sehr positiv entwickelten, ist die Nachfrage bei Print-Produkten rückläufig" erklärt NW-Geschäftsführer Klaus Schrotthofer.

Der Betrieb eines eigenen Druckhauses sei unter diesen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich. Die NW wolle deshalb freie Kapazitäten in anderen Zeitungsdruckereien nutzen, um Spielraum für weitere Investitionen in die digitale Zukunft des Medienhauses zu gewinnen.
 
Für die knapp 50 Beschäftigten des Druckhauses soll in den kommenden Wochen ein Interessenausgleich und Sozialplan verhandelt werden. Die NW-Geschäftsführung sagt zu, alles Notwendige zu unternehmen, um die Schließung möglichst sozialverträglich umzusetzen. Die Möglichkeiten reichen dabei von Vorruhestandsmodellen bis zur Einrichtung einer eigenen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft.

Das Medienhaus Neue Westfälische setzt seinen Kurs der digitalen Transformation mit dem Schwerpunkt auf regionalen Qualitätsjournalismus damit weiter fort. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die NW-Gruppe entgegen dem Branchentrend zusätzliche Arbeitsplätze in Lokalredaktionen sowie im Digitalbereich geschaffen.
 
Mit der Gründung der Redaktionsgemeinschaft der ostwestfälisch-lippischen Verlage wurde 2019 zusammen mit den NW-Kooperationspartnern Lippische Landes-Zeitung und Mindener Tageblatt zudem eine Redaktion für überregionale und regionale journalistische Inhalte in Bielefeld etabliert. Zum Jahreswechsel 2020/2021 wird die NW-Mediengruppe das "Haller Kreisblatt" übernehmen. Das Bundeskartellamt hatte dem Kauf bereits im Sommer zugestimmt. (kü)

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