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News / Umsatzeinbruch bei Heidelberg
Heidelberg Speedmaster 2020 mit Intelliline
14.08.2020  Wirtschaft
Umsatzeinbruch bei Heidelberg
Heidelberg verzeichnet im ersten Quartal 2020 rund ein Drittel weniger Umsatz und einen Auftragsrückgang um 44 Prozent.
Heidelberg - Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise haben Umsatz und Auftragseingang bei Heidelberg im ersten Quartal wie erwartet stark belastet: So lag der Umsatz mit rund 330 Mio. € rund ein Drittel unter dem Vorjahresquartal (502 Mio. €). Der Auftragseingang ging in den ersten drei Monaten insgesamt um 44 Prozent auf 346 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 615 Mio. EUR), wobei sich im Juni eine deutliche Besserung gegenüber den beiden Vormonaten des Quartals abzeichnete. Auch im Juli setzt sich dieser Aufwärtstrend weiter fort. Trotz der herausfordernden Marktentwicklung weist Heidelberg einer Pressemitteilung zufolge aufgrund eines Ertrags aus der Neuordnung der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 73 Mio. € ein EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis von 60 Mio. € (Q1 2019/20: 14 Mio. €) aus. Infolgedessen fiel das Ergebnis nach Steuern im Quartal mit 5 Mio. € positiv aus (Vorjahr: -31 Mio. €). Heidelberg sei angesichts einer auf 122 Mio. € reduzierten Nettofinanzverschuldung (Vorjahr: 391 Mio. €) in einer finanziell stabilen Position.
Durch das umfassende Maßnahmenpaket im Rahmen des Transformationsprogramms, das Verbesserungen der Strukturen, der Organisation und die Trennung von Verlustbringern und Randbereichen des Portfolios umfasst, soll die Profitabilität von Heidelberg mittelfristig um rund 100 Mio. € verbessert werden.
 
In den nächsten Quartalen rechnet das Unternehmen mit weiteren positiven Effekten aus den Kosteneffizienzmaßnahmen und einem zusätzlichen Ertrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich durch den Verkauf der Gallus-Gruppe, der im laufenden Kalenderjahr abgeschlossen werden soll. Zudem hat Heidelberg das belgische Tochterunternehmen CERM N.V. Ende Juli im Rahmen eines Management-Buyouts verkauft. CERM entwickelt insbesondere Management-Informationssoftware für den schmalbahnigen Etikettenmarkt, den Heidelberg mit dem Verkauf von Gallus desinvestiert hat. Aus dieser Transaktion generiert Heidelberg einen Abgangsgewinn von rund 8 Mio. €. Mit den beiden Portfoliomaßnahmen führt Heidelberg die konsequente Ausrichtung auf das profitable Kerngeschäft im Bogendruck fort.
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