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News / Fast die Hälfte der Jobs in Gefahr
27.04.2017  Wirtschaft
Fast die Hälfte der Jobs in Gefahr
Eine "wirtschaftliche Schieflage" bedroht bei Lechte Medien und GWV in Emsdetten fast die Hälfte aller Arbeitsplätze. 40 Prozent der Mitarbeiter sollen gehen, schreibt die "Emsdettener Volkszeitung".
Die Gründe, die das Unternehmen anführt, sind keine neuen: die Kostenstruktur, der Preiskampf und die allgemeine Wirtschaftskrise seien schuld daran, dass nun Arbeitsplätze abgebaut werden. Lechte Medien ist spezialisiert auf veredelte Druckprodukte, hier habe man zudem einen massiven Auftragsrückgang verzeichnen müssen. Die Kunden wären auf Standard-Druckprodukte umgestiegen.

Nun muss das Unternehmen Konsequenzen ziehen, um einer drohenden Insolvenz zu entgehen. Es werden bereits rote Zahlen geschrieben. 40 bis 50 der insgesamt 120 Mitarbeiter müssen wohl gehen, um Kosten zu reduzieren. Der Betriebsrat ist bereits in Gespräche einbezogen, ein Sozialplan soll erarbeitet werden. Nur im Vertrieb soll niemand entlassen werden, ansonsten sind alle Bereiche betroffen. Lechte Medien soll sich weiterhin auf hochveredelte Druckprodukte konzentrieren.

Lechte Medien gehört zur Silfox-Gruppe. Das Unternehmen wurde 1892 gegründet und entwickelte das "Xact"-Druckverfahren.Es kombiniert Hifi-Farbräume, unterschiedliche Glanzgrade, Metallic- und Perl-Effekte, Strukturen, haptische und dreidimenionale Elemente. Auf der Referenzliste des Unternehmens finden sich namhafte Kunden wie die Lufthansa, Montblanc oder VW. Gedruckt wird nach dem Prozessstandard Offsetdruck, die Vorstufe ist von der Fogra zertifiziert. Erst dieses Jahr zeichnete der südafrikanische Papierhersteller Sappi Lechte Medien noch als europäischer "Printer of the Year 2010" aus. (kü)
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