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News / Koenig & Bauer entwickelt sich besser als der Branchentrend
Claus Bolza-Schünemann leitet Koenig & Bauer. (Foto: VDMA)
03.08.2020  Veranstaltung
Koenig & Bauer entwickelt sich besser als der Branchentrend
Koenig & Bauer bilanziert das erste Halbjahr 2020. Wie sich das Unternehmen in der Corona-Pandemie entwickelt, welche Trends Mut machen.
Neben der generellen Investitionszurückhaltung vieler Kunden in der Corona-Krise haben Reisehemmnisse, Lockdowns und weitere Einschränkungen die Geschäftszahlen im Koenig & Bauer-Konzern im ersten Halbjahr 2020 beeinträchtigt. Besonders waren die Auslieferungen der Maschinen zu den internationalen Kunden und die weltweiten Einsätze der Monteure sowie Servicetechniker von den Restriktionen durch die Covid-19-Pandemie betroffen.

Mit 480,2 Millionen Euro lagen die Bestellungen um 16,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, entwickelten sich aber besser als der vom VDMA veröffentlichte Branchentrend für Druckereimaschinen. Der Umsatz unterschritt mit 404,5 Millionen Euro den Vorjahreswert um 20,1 Prozent. Auf der Kostenseite wurde mit der seit dem 1. April 2020 eingesetzten Kurzarbeit und weiteren Maßnahmen gegengesteuert.

Das EBIT konnte von –34,9 Millionen Euro im ersten Quartal auf minus 6,0 Millionen Euro im zweiten Quartal verbessert werden. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein EBIT von –40,9 Millionen Euro nach 0,6 Millionen Euro im Vorjahr. Mit –44,2 Millionen Euro entspricht das Konzernergebnis zum 30. Juni einem anteiligen Ergebnis je Aktie von –2,68 Euro. Die Eigenkapitalquote betrug zum Halbjahresende 32,2 Prozent.

Trotz der Zuwächse im Bogenoffset-Großformat und bei Faltschachtelklebemaschinen lag der Auftragseingang im Segment Sheetfed vor allem durch geringere Bestellungen im Mittel- und Halbformat mit 288,0 Millionen Euro um 12,9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 330,6 Millionen Euro.

Im Segment Digital & Web lag der Auftragseingang durch geringere Bestellungen im Offset-Rollenmaschinengeschäft und flexiblen Verpackungsdruck bei 56,7 Millionen Euro nach 89,9 Millionen Euro im Vorjahr. 

Zum Rückgang des Auftragseingangs im Segment Special von 175,3 Millionen Euro auf 150,7 Millionen Euro haben weniger Bestellungen im Wertpapier-, Kennzeichnungs- und Glasdirektdruck beigetragen. Im Blechdruck legte das Neugeschäft zu. Der Umsatz reduzierte sich von 204,9 Millionen Euro auf 160,1 Millionen Euro. 
 
CEO Claus Bolza-Schünemann sagt: "In Anbetracht der hohen Volatilität und der großen Unsicherheiten hinsichtlich der Schwere und Dauer der Coronavirus-Pandemie sowie des Erfolgs der Gesundheits-, Wirtschafts- und Geldpolitik ist die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung ungewiss. Unter diesen unsicheren Rahmenbedingungen ist eine Umsatz- und Ergebnisprognose für unseren Konzern für das Geschäftsjahr 2020 aktuell noch nicht möglich." (kü)

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