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News / Verhaltener Optimismus in der Druckbranche
Der Vorstand des Verbands. (Bild: VDMB)
20.07.2020  Wirtschaft
Verhaltener Optimismus in der Druckbranche
Wie kommen Druckereien durch die Krise? Der Verband Druck und Medien Bayern (VDMB) über die Folgen der Corona-Pandemie.
Der Vorstand des VDMB hat sich intensiv mit den Folgen der Corona-Pandemie für die Druck- und Medienindustrie auseinandergesetzt. Die Krise traf die Unternehmen mit leichter Zeitverzögerung. Nach Abarbeiten der noch vorhandenen Aufträge brach das Auftragsvolumen bei fast allen Unternehmen dramatisch ein, informiert der Verband. 

Für das zweite Quartal bedeutet das für zwei Drittel der Unternehmen einen Umsatzrückgang von mehr als 25 Prozent. Ein Viertel verliert mehr als 50 Prozent des Umsatzes. "Dass das alles nicht das sofortige Aus für unsere Unternehmen bedeutete, ist auch der Schnelligkeit und vor allem der Vehemenz des Handelns der Politik zu verdanken", sagt Christoph Schleunung, Vorsitzender des VDMB.

Mit finanziellen Hilfen, mit dem bewährten Mittel der Kurzarbeit und weiteren Zuschüssen, Steuerstundungen und Sofortkrediten wurden das wirtschaftliche Überleben gesichert und Arbeitsplätze erhalten. "Als konjunkturell nachlaufende Branche brauchen wir einen besonders langen Atem, um diese herausfordernde Zeit zu überstehen", sagt Schleunung. Allerdings zeigen aktuelle Konjunkturprognosen, dass mittlerweile ein verhaltener Optimismus in der Druckindustrie zu spüren ist.

Der Vorstand nahm auch die Zukunft in den Blick und diskutierte kritisch die Relevanz der bisherigen strategischen Zukunftsthemen. Die beiden Topthemen Digitalisierung und Klima/Umwelt haben nach wie vor ihre Berechtigung. Beim Thema Digitalisierung hat die Corona-Krise die hohe Relevanz überdeutlich vor Augen geführt. Die Strategiefelder Vertrieb/Preispolitik und Personal/Nachwuchsgewinnung werden bei der Bewältigung der Krisenfolgen eine weiterhin hohe Bedeutung haben.

"Die Krise zeigt, dass die von uns definierten Strategiefelder weiterhin Bestand haben, ja sogar noch an Bedeutung gewonnen haben. Wenn wir die Erfahrungen der Krise nun in die Planung der weiteren Strategieumsetzung einfließen lassen, kann der VDMB auch zukünftig innovative Impulse für seine Mitgliedsunternehmen geben", ergänzt VDMB-Vorsitzender Schleunung. (kü)

Das Bild zeigt den Vorstand des VDMB: Thomas Maul, Holger Busch, Christoph Schleunung, Hannes Riebl, Dominik Metzler, Andreas Ullmann, Thomas Feuerlein (v.l.) 

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