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Print-ID ist auf Etiketten spezialisiert.
09.04.2019  Wirtschaft
Wachsende Ansprüche im Etikettenmarkt
Print-ID handelte zunächst mit Etiketten und Kartendrucksystemen. Warum die Gründer Sven Rühl und Johannes Heß schließlich auch den Druck ins eigene Haus holten.
Landesväter tauchen mal hier, mal da auf, äußerst selten besuchen sie einen persönlich. Einen dieser raren Momente erlebte die Belegschaft von Print-ID im Frühjahr 2006, als der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bei ihnen vorbeischaute. Ein wichtiges Jahr – allerdings weniger wegen der Visite aus Wiesbaden. Der damals erste hessische Regionalfonds Regio-Mit hatte sich gerade an Print-ID beteiligt. Und mit dem zusätzlichen Kapital war der Weg für weiteres Wachstum des Unternehmens geebnet.
 
Drei Jahre zuvor, im Herbst 2003, hatten Sven Rühl und Johannes Heß ihre Firma gegründet und waren ins Technologie- und Gründerzentrum westlich der Hohen Warte bei Gießen eingezogen. Sie starteten als Zwei-Mann-Handelsunternehmen in den Bereichen Etikettendruck und Kartensysteme.
 
Das Duo, das bis zu dem Zeitpunkt bei einem mittelständischen inhabergeführten Etikettenhersteller im Vertrieb angestellt gewesen war, verkaufte Etiketten, Drucker und Verbrauchsmaterial sowie Kartendrucker und Plastik- und Chipkarten, etwa für Dienstausweise und für Kundenkarten. Daher auch der Name Print-ID: "Wir haben natürlich nach einer Verbindung zu unserem geschäftlichen Alltag gesucht. Da der Etikettendruck normalerweise mit Identifikation von Artikeln, von Materialien, von was auch immer zu tun hat, war das die Kombination, die Sinn machte", erzählt Rühl.
 
Ein rundes halbes Jahr nach dem Einzug ins Gründerzentrum trat Polen der Europäischen Union bei. Dadurch eröffnete sich für Print-ID die Möglichkeit, ein polnisches Unternehmen mit der Herstellung von Etiketten zu beauftragen. Reine Händler also waren Rühl und Heß, als der damalige Landeschef bei ihnen auftauchte – aber inzwischen auch Arbeitgeber von insgesamt sieben Vollzeit- und drei Teilzeitkräften. Da es räumlich allmählich eng wurde, bezogen sie mit Hilfe der Finanzspritze von Regio-Mit ein paar Straßen weiter ein Gebäude an der Netanyastraße.
 
Druckunternehmen durfte sich Print-ID erst später nennen. Weil es mit dem polnischen Kooperationspartner irgendwann nicht mehr rund lief, musste sich das Führungstandem etwas einfallen lassen. "Die Prozesse der Zusammenarbeit passten irgendwann nicht mehr zu unserem Geschäftsmodell", sagt Rühl. "Daher stellte sich uns die Frage: Passen wir unser Geschäftsmodell an oder machen wir alles selbst? 2009 haben wir dann mit der eigenen Etikettenproduktion begonnen.

In Anbetracht der Entwicklung in der Produktgruppe Etikettendruck haben die Gießener rückblickend genau richtig entschieden: Der Sektor hat in den vergangenen Jahren gesunde Zuwachsraten verzeichnet und ist auch in seiner Bedeutung für die Druckindustrie insgesamt deutlich gewachsen.

Warum die Technik flexibler geworden ist und wie Print-ID einen Webshop aufgebaut hat, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien. Hier geht es zur Bestellung von Abo oder Einzelheft, hier steht das E-Paper im iKiosk bereit. 
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