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04.04.2019  Wirtschaft
Ludo Fact übernimmt die Druckerei Höhn
Im September 2018 meldete die Ulmer Druckerei Höhn Insolvenz an. Jetzt übernimmt die Unternehmensgruppe Ludo Fact den Druckbetrieb.
Die Ludo Fact Gruppe übernimmt den Geschäftsbetrieb der Druckerei Höhn. Zudem erwirbt die Firmengruppe mit Hauptsitz im schwäbischen Jettingen-Scheppach die Immobilie des Herstellers von Displays und Verpackungen.

110 Mitarbeiter an den Standorten Ulm, Ludwigsburg und Ratingen werden übernommen. Höhn befindet sich seit Herbst 2018 in einem Eigenverwaltungsverfahren. Künftig firmiert das neue Unternehmen unter Höhn Display + Verpackung. Der bisherige Höhn-Geschäftsführer Ingbert Schmitz wird weiter für das Unternehmen tätig sein. 

Mit dem Kauf erweitert die Ludo Fact Gruppe ihr angebotenes Produktportfolio um Displays und Verpackungen. Zudem will die Gruppe ihre Wertschöpfungskette vertiefen, da sie zusätzliche Fertigungsstufen, wie Offsetdruck und Stanz- und Kaschierformate, künftig selbst übernehmen kann. 
 
Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe Ludo Fact an sieben Standorten weltweit rund 650 Mitarbeiter. Der Geschäftsbereich "Spiele und Puzzles" produziert mit den Tochtergesellschaften bis zu 17 Millionen Brettspiele und Puzzles für rund 200 Spieleverlage im Jahr weltweit. In der Hochsaison verlassen mehr als 100.000 Brettspiele sowie Puzzles pro Tag die drei Standorte Tschechien, Deutschland und USA. 

Höhn hatte im September 2018 einen Antrag auf Eigenverwaltung beim Amtsgericht Ulm gestellt. Der Geschäftsbetrieb lief anschließend vollumfänglich weiter. Zudem führte das Unternehmen notwendige Restrukturierungsmaßnahmen durch, um den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen. Hierzu wurde Ende 2018 der Geschäftsbereich des Akzidenzdrucks eingestellt, weil er nicht profitabel zu betreiben gewesen sei. Betroffene Mitarbeiter wechselten in eine Transfergesellschaft. Die Zahl der Beschäftigten wurde von 180 auf 110 Mitarbeiter reduziert. 
 
Unterstützt wurde die Gesellschaft bei den Maßnahmen von den Sanierungsexperten von Pluta. Als Sachwalter bestellte das Amtsgericht Ulm Arndt Geiwitz von der Wirtschaftskanzlei SGP Schneider Geiwitz & Partner. Er begleitete gemeinsam mit dem von ihm vor Ort eingesetzten Verfahrensleiter Rechtsanwalt Alexander Hubl im Sinne der Gläubiger das Verfahren. (kü)

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