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Dirk Burger: "Mein Vater wollte unbedingt eine Druckerei aufbauen."
08.02.2019  Menschen
"Wir wollen im Digitaldruck weiter wachsen"
Dirk Burger, Geschäftsführer von Burger Druck in Waldkirch bei Freiburg, hat Offset- und Digitaldruck im Haus voneinander abgegrenzt. Wie er gerade dadurch neue Chancen erschließt und warum die Entstehungsgeschichte des Unternehmens so ungewöhnlich ist.
Herr Burger, Ihr Vater hat Burger Druck 1987 etabliert. Damals war er in einem eher ungewöhnlichen Alter für eine Firmengründung.
Dirk Burger: Mein Vater war bereits 46 Jahre alt, als er die Idee hatte, seine eigene Druckerei zu gründen. Das ist ein eher ungewöhnliches Alter für eine Firmengründung. Dementsprechend schwer war es für ihn, bei den Banken Kapital zu erhalten. Aber wie das so ist, wenn man etwas wirklich will: Es hat dann doch geklappt.

Warum wollte Ihr Vater unbedingt ein eigenes Unternehmen gründen?
Er hat als Drucker bei einer Druckerei in Waldkirch in leitender Funktion gearbeitet. Er hat aber erkannt, dass es dort nicht richtig weitergeht. Es wurde nicht mehr investiert. Daraus kam der Antrieb, es selbst machen zu wollen. Übrigens wurde uns besagte Druckerei zehn Jahre später zum Kauf angeboten.

Wie muss man sich die Anfänge von Burger Druck genau vorstellen?
Das erste Firmengebäude war eine ehemalige Autowerkstatt. Mein Vater hat zwei Mitarbeiter aus seinem bisherigen Unternehmen mitgenommen, einer davon hatte bereits mit 14 Jahren seine Ausbildung bei ihm absolviert. Er ist heute noch bei uns im Unternehmen tätig.

Das hart erkämpfte Geld von den Banken hat Ihr Vater dann vor allem in Druckmaschinen investiert.
Er hat zunächst Gebrauchtmaschinen gekauft. Irgendwann war die frühere Autowerkstatt voll mit Maschinen. Das Druckgeschäft war allerdings damals schon kein Selbstläufer mehr. Wir haben nie im Überfluss gelebt und mussten uns schon immer um Aufträge kümmern.

Inwiefern hat sie das geprägt?
Ich war 16 Jahre alt, als mein Vater die Druckerei gegründet hat. Ich bin mit dem Betrieb erwachsen geworden, ich habe alles mit Haut und Haaren miterlebt. Wir mussten immer kreativ sein und schauen, wie man an Aufträge kommt.

Wie haben Sie das beispielsweise gemacht?
Mein Vater hat begonnen, rauszugehen, da war er schon Mitte 50. Er hat aktiv Kontakte geknüpft, vor allem in der Schweiz. Auf diesen Kontakten basieren noch heute viele unserer Schweiz-Geschäfte.

Wie ging es weiter?
Er wollte unbedingt eine Druckerei aufbauen, ohne Kompromisse, raus aus der Autowerkstatt. Zehn Jahre nach der Unternehmens- gründung, im Jahr 1997, hat er diese Vision verwirklicht und die Druckerei an ihrem heutigen Standort etabliert. Das war ein riesiger Investitionsschritt. Er hat eine neue Halle gebaut und Maschinen gekauft. Allerdings war immer noch alles auf den Offsetdruck ausgerichtet. Wir haben damals Akzidenzen gedruckt, alles was so an Aufträgen rein kam. Ein Vertriebskonzept oder gar eine Strategie gab es nicht.

Wie hat das funktioniert?
Unser Motto war: "Mach einen guten Job und sei fleißig, dann kommen die Kunden auch wieder!" Daran haben wir uns gehalten, selbst wenn es mal nicht so lief.

Warum Dirk Burger sich dazu entschlossen hat, den Digitaldruck- und den Offsetdruck im Haus voneinander zu trennen, wo er Wachstumsmärkte sieht und wieso er gern im Großraumbüro arbeitet, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien. Hier geht es zur Abo-Bestellung, das Einzelheft kann hier bestellt werden. Das E-Paper steht hier im iKiosk zum Download bereit.  
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