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05.11.2018  Wirtschaft
Presse-Druck investiert in neue Druckmaschine
Mit der neuen Maschine soll der Standort langfristig gesichert werden. Weil damit ein Stellenabbau und der Ausstieg aus dem Tarifvertrag verbunden sind, kündigt die Gewerkschaft Verdi Protestaktionen an.
Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, will die Augsburger Presse-Druck und Verlags-GmbH in die Zukunft investieren: In den Jahren 2025 bis 2030 soll in neue Druckmaschinen investiert und damit der Standort langfristig gesichert werden. Schon heute ist absehbar, dass die zukünftige Maschinengeneration deutlich schneller produzieren und einen höheren Automatisierungsgrad besitzen wird. Dies wirkt sich auch auf den zukünftigen Personalbedarf aus. Mit diesem Wissen hat das Pressedruck-Management gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi über einen sozialverträglichen Personalabbau in der Druckerei bis 2025 verhandelt.
Nachdem die Verhandlungen mit der Gewerkschaft über einen Haustarifvertrag nach fünf Runden ergebnislos geblieben waren, ist die Presse-Druck aus dem Drucktarif ausgetreten und hat die Gespräche mit dem Betriebsrat fortgesetzt und eine Betriebsvereinbarung zur Standortsicherung der Rotation abgeschlossen. Alle weiteren Regelungen des bisherigen Manteltarifvertrages blieben unverändert bestehen. Gleichzeitig erhielten alle Beschäftigten die Garantie, dass ihre Bezüge entsprechend der künftigen Tarifabschlüsse von der Gewerkschaft Verdi und des Bundesverband Druck und Medien dynamisch angepasst werden.Verdi wirft der Mediengruppe Pressedruck Tarifflucht vor. Diese weist den Vorwurf zurück. Die Betriebsvereinbarung zur Standortsicherung der Rotation wird vom Unternehmen als „nachhaltiges Bekenntnis zur Druckerei“ verstanden. Da die Investitionszusage und die damit verbundene Betriebsvereinbarung mit einem Ausstieg aus dem Tarifvertrag einhergeht, hat die Gewerkschaft Verdi nun zu einer Protestaktion am 10. November aufgerufen. Geplant ist  eine Demonstration, die am Königsplatz startet und mit einer Kundgebung am Kongress am Park endet, wo am Abend der Presseball der Augsburger Allgemeinen stattfindet. 
In dem Artikel heißt es weiter, das Unternehmen beziehe wie folgt Stellung: „Die Presse-Druck-und Verlags-GmbH hat sich mit dem Betriebsrat des Unternehmens über die Rahmenbedingungen einer Investition in neue Druckmaschinen zwischen 2025 und 2030 und damit auf eine langfristige Standortsicherung der Rotation in Augsburg verständigt.“ Die Vereinbarung sehe neben der Investitionszusicherung in eine neue Maschinengeneration unter anderem vor, die bisherige tarifliche Besetzungsregelung für die Maschinen bei gleichzeitigem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen abzuschaffen. Der damit einhergehende Arbeitsplatzabbau solle sozial verträglich über die natürliche Fluktuation und Altersteilzeitregelungen erfolgen. Dass Stellen abgebaut werden, wird bestätigt.
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