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18.09.2018  Wirtschaft
Erste Tarifrunde bleibt ohne Ergebnis
Gestern ist die erste Verhandlungsrunde für die Druckindustrie ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Ende September werden die Verhandlungen fortgesetzt
Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von fünf Prozent. Der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Frank Werneke nannte die Forderung "für die Branche vollkommen angemessen" und
nicht "völlig überzogen".

Es gelte, die Beschäftigten der Druckindustrie an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben zu lassen. "Die Arbeitsplätze in der Branche müssen attraktiv bleiben. Schließlich konkurriert die Druckindustrie auf dem Arbeitsmarkt mit anderen Branchen. Eine fünfprozentige Erhöhung überfordert die Betriebe in keiner Weise", erklärte Werneke.Gleichzeitig warnte er die Arbeitgeberseite vor einem Abbau von Leistungen beim Manteltarifvertrag, der am 31. Oktober 2018 ausläuft. 

Die Arbeitgeber kritisierten die Haltung der Gewerkschaft, die den realistischen Blick auf die Branche weiterhin verweigere. "Verdi nimmt die Konkurrenz durch die digitalen Medien und die damit verbundenen Auftragsverluste und die sinkende Zahl der Betriebe nicht ernst", sagt bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens. Eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für zwölf Monate sei für die Betriebe nicht annähernd zu stemmen.

"Unsere Branche profitiert kaum von der derzeit guten gesamtwirtschaftlichen Lage, liegt jedoch nach wie vor auf einem sehr hohen Lohnniveau. Es wäre daher unverantwortlich, in dieser Situation die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit auch ihre Zukunft durch eine unverhältnismäßige Anhebung der Löhne zu gefährden", erklärt der Verhandlungsführer der Arbeitgeber weiter.

Die Verhandlungen werden am 27. September 2018 in Berlin fortgesetzt. (kü)

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