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News / Familienfest bei Schaffrath
Die Gautschfeier wurde in die Feiern zum Firmenjubiläum integriert.
13.09.2018  Menschen
Familienfest bei Schaffrath
Beim "Tag der offenen Tür" feierte das Team von L.N. Schaffrath das Firmenjubiläum: Das Unternehmen besteht seit 275 Jahren und verriet zu diesem Anlass auch mehr über das Erfolgsrezept.
An einem warmen Septembertag feierte Schaffrath das 275-jährige Bestehen. Auch die 15 Mitarbeiter, die beim offiziellen Gautschen ins kalte Wasser getunkt wurden, dürften dem Wettergott für die sonnigen Stunden gedankt haben. Freiwillig hatten sich die ehemaligen Setzer- und Druckerlehrlinge für die traditionelle Gesellen-Taufe im Original-Gautschbottich zur Verfügung gestellt. Zur Belohnung für die triefnasse Darbietung gab’s den Gautsch-Brief und einen Schluck Wein aus dem Silberkelch.

Über das Zusammengehörigkeitsgefühl freute sich Geschäftsführer Dirk Devers am Jubiläumstag besonders: "Mich sprechen so viele Ehemalige an, die ein Leben lang gern hier gearbeitet haben." Jörg Ziemann, der der Firma seit 30 Jahren treu ist, plauderte Insiderwissen aus: "Ein echter Schaffrather bist du dann, wenn du nicht mehr sagst: 'Schaffrath hat eine neue Maschine', sondern 'wir haben eine neue!'".

Stolz präsentierten die Schaffrather ihre neue Bogenoffset-Druckmaschine, die seit Ende August in Betrieb ist. Die Koenig & Bauer Rapida 106 8+L ist 15 Meter länger als ihre Vorgängerin und schafft 18.000 statt 15.000 Druckbogen in einer Stunde. Diesen Rekord-Output verdankt der Gigant unter anderem seiner Fähigkeit, die Druckbogen automatisch zu wenden. Das Anhalten der Maschine und der Einsatz eines Stapelwenders seien also überflüssig geworden, erklärte Schichtleiter Bernd Susen.

Ebenfalls auf dem aktuellsten Stand ist der neue Klebebinder Kolbus C18. Der könne für mehrere unterschiedliche Produkte voreingestellt werden, so dass das manuelle Umrüsten zwischendurch wegfällt, nannte Geschäftsführer Dirk Alten den wichtigsten Vorzug.

Mehr als sechs Millionen Euro hat sich das Traditionsunternehmen 2018 die technischen Innovationen kosten lassen. Ohne den Rückhalt der Gründerfamilie, die seit Anfang 2017 durch Jan und Martin Schaffrath als Aufsichtsräte wieder stärkeren Einfluss auf die Geschicke des Unternehmens nimmt, seien solche Investitionspakete nicht möglich.

"Wir haben seit Jahrhunderten die richtigen Weichen gestellt", erklärte Martin Schaffrath. Die größte Herausforderung bestehe jetzt darin, den digitalen Umbruch weiter richtig zu gestalten, ohne die klassischen Produktionen aus den Augen zu verlieren. Denn nur das Zusammenspiel beider Publikationsmöglichkeiten sei die Zukunft. (kü)

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