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News / "Wir wollen weiter aus eigener Kraft wachsen"
Florian Teßmer, Mandy Reinmuth, Falk Teßmer (v.l.): Die Gründer kamen ohne Fremdkapital aus.
07.09.2018  Menschen
"Wir wollen weiter aus eigener Kraft wachsen"
Mandy Reinmuth, ihr Lebensgefährte Falk Teßmer und dessen Bruder Florian sind die Gründer von Posterlounge. Zum 15-jährigen Jubiläum des Unternehmens verraten sie ihre nachhaltige Wachstumsstrategie.
Das Motto von Posterlounge lautet: "Kunst für jede Wand". Wie kam es zu dieser Geschäftsidee?
Mandy Reinmuth: Ich habe eine Ausbildung zur Schauwerbegestalterin gemacht und drei Jahre bei einem Möbelhaus gelernt. Direkt nach der Lehre habe ich mich mit 21 Jahren selbstständig gemacht und als Einzelunternehmerin vor allem Schaufenster, Messen und Veranstaltungen dekoriert. Schon während meiner Ausbildung habe ich meinen Lebensgefährten Falk kennengelernt. Er hat mich von Anfang an beim Aufbau meiner Selbstständigkeit unterstützt ...
Falk Teßmer: ... eines Tages hat Mandy für einen ihrer Auftraggeber gemeinsam mit einem Leipziger Künstler große Leinwandbilder mit plakativen Lifestyle-Motiven für eine Schaufenstereinrichtung gemalt. Diese kamen dann als Rückwandgestaltung bundesweit hinter den Schaufensterfiguren zum Einsatz. Es gab ein tolles Feedback darauf und viele Kunden der stationären Ladengeschäfte haben nachgefragt, ob sie diese Motive in kleinerem Format für zuhause bestellen könnten.
Mandy Reinmuth: Bilder mit diesen Designs gab es damals aber noch nicht zu kaufen und wir haben das als Geschäftsidee erkannt. Das war der Grundstein für Posterlounge. Mein Geschäftsmodell verlagerte sich damit von der Dekoration für gewerbliche Kunden hin zu Privatkunden. Von da an wollten wir Wandbilder anbieten.

Wie kann man sich den Start Ihres Unternehmens vorstellen?
Mandy Reinmuth: Wir konnten die ersten von mir selbst gestalteten Motive bereits erfolgreich als Poster über die Webseite meiner Dekorationsfirma verkaufen, die Falks Bruder Florian für mich erstellt hatte. Er ist der IT-Experte bei uns im Team. Nun musste ein Online-Shop für Poster her – und natürlich auch ein Name für unser neues Geschäft.
Falk Teßmer: Aufgrund des damaligen 70er Jahre Revivals und Mandys loungigen Motiven im Retro Stil sind wir sehr schnell auf "Posterlounge" gekommen. Posterpapier war auch das Material, mit dem wir gestartet sind. Die Nachfrage nach unseren Postern wuchs kontinuierlich und es hat nicht lange gedauert, bis weitere Künstler ihre Werke auch über Posterlounge verkaufen wollten, um uns als Vertriebskanal zu nutzen.
Florian Teßmer: Zusätzlich zu unserem Online-Shop hatte ich schon damals unser Warenwirtschaftssystem selbst programmiert. Die Fremdlösung, die wir in den ersten Wochen nach Start unseres Unternehmens verwendet hatten, stieß schnell an ihre Grenzen und hat nicht unsere Erwartungen erfüllt. Für die Entwicklung unseres eigenen Systems hat mir mein Studium der Wirtschaftsinformatik sehr geholfen.

Gedruckt haben Sie 2003 aber noch nicht selbst?
Mandy Reinmuth: Nein. Die ersten Posterlounge-Drucke haben wir bei externen Dienstleistern erstellen lassen. Der Platz für eine eigene Druckmaschine wäre gar nicht da gewesen – wir haben das Unternehmen in unserer Dreizimmerwohnung gestartet.
Falk Teßmer: Dort haben wir Nächte und Wochenenden durchgearbeitet, um die Bilder zu gestalten, zu verpacken, zu versenden und Kundenanfragen zu beantworten.

Das wird auf diese Weise aber nicht lange funktioniert haben, oder?
Mandy Reinmuth: Es hat so lange funktioniert, bis Falk und ich unser erstes Kind erwartet haben und das Bürozimmer in der Wohnung einem Kinderzimmer weichen musste.
Florian Teßmer: Die erste externe Fläche – Büro, Lager und Produktionsfläche – war 200 Quadratmeter groß, und dort hatten wir auch endlich Platz für ein eigenes Drucksystem.

Wie Posterlounge weiter gewachsen ist und was die Firmengründer unternehmen, um geeignete Fachkräfte zu bekommen, berichten sie in der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien.  

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