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17.08.2018  Wirtschaft
Von Sammlern und Jägern
Seit 20 Jahren schließen in Deutschland jedes Jahr etwa 300 Druckereien ihre Tore. Analysen von Unternehmensberatern zeigen, dass die Überlebenden etwas gemeinsam haben: ein ausbaufähiges Geschäftsmodell und passionierte Verkäufer.
Selbst Flaggschiffe der Druckbranche haben in diesen Tagen mit schwerer See zu kämpfen – und nicht alle erreichen den rettenden Hafen in Form eines neuen Eigentümers. Insolvenzen führen immer häufiger zu Unternehmensschließungen.

Von Zahlungsunfähigkeit und wirtschaftlicher Schieflage sind vor allem Bogenoffsetbetriebe betroffen, die vorwiegend Akzidenzprodukte in mittleren Auflagenhöhen anbieten. Vor allem zwei Entwicklungen der Branche machen diesen Druckdienstleistern zu schaffen: Sie leiden besonders unter dem geänderten Kommunikationsverhalten der Marketing-Chefs in den Unternehmen, die Print immer öfter durch digitale Kanäle ersetzen. Sie meinen, dass digitale Werbung vermeintlich günstiger und schneller zu schalten ist.

Und hart trifft sie die Konkurrenz der steigenden Zahl von Online-Druckereien, denn gegen deren Preise haben sie bei Standardartikeln wie zum Beispiel Visitenkarten, einfachen Broschüren und Flyern kaum eine wirtschaftliche Chance.

Da ist guter Rat teuer, und so mancher Druckereibesitzer will sich die Kosten für einen Unternehmensberater lieber sparen. Zumal sich in diesem Metier wortgewaltige Blender tummeln, von denen am Ende nicht viel mehr bleibt als die Erkenntnis, dass sie ihr Geld nicht wert waren.

Andererseits: 80 Prozent aller Druckbetriebe sind Familienunternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern, in denen die Inhaberfamilie in der Regel alle Leitungsfunktionen übernimmt und weder die Zeit noch den Abstand hat, sich auf Neues einzulassen. Der Blick von außen kann hier besonders wertvoll sein und neue Impulse geben, die dann den Weg in eine erfolgreiche Zukunft weisen.

Wir reichen in der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien im ersten Teil der Serie "Change Management" Denkanstöße von drei seriösen Beratern weiter, die auf die Druckindustrie spezialisiert sind und die dabei mit unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten. Wie steigt man zum Beispiel in den Online-Druck ein, wenn man vorher in diesem Bereich noch keinerlei Erfahrung gemacht hat? Wie kann man eine tragfähige Wachstumsperspektive entwickeln? Und spielt die Größe einer Druckerei wirklich eine Rolle bei der Frage, wie erfolgreich sie am Ende des Tages ist? Hier geht es zum Abo, hier kann das Einzelheft bestellt werden und hier steht das E-Paper im iKiosk bereit. 
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