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16.05.2018  Wirtschaft
Sechs Trends im Großformatdruck
Der diesjährige Fespa Print Census zeigt sechs Entwicklungen im LPF-Druck - darunter Umweltschutz und der Trend zu neuen Produkten.
Die Fespa hat die wichtigsten Ergebnisse des Print Census 2018 bekannt gegeben. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Infotrends erarbeitet. An der Umfrage nahmen 1.405 Unternehmen aus 102 Ländern teil.
 
Das Umfrageergebnis zeigt, dass die Haupttrends der Umfrage von 2015 weiterbestehen und zum Teil, bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung und Technologieentwicklungen für die kundenindividuelle Massenproduktion, verstärkt wurden.
 
1. Optimismus
Der 2015 geäußerte Optimismus ist 2018 noch größer: 83 Prozent  der Befragten sagten aus, dass sie die Zukunft ihres Unternehmens optimistisch sehen.
 
2. Kundennachfrage
Der stetige Wandel der Druckindustrie zur kundenorientierten Servicebranche ist mit dem Trend zur kundenindividuellen Massenproduktion heute noch deutlicher als vor drei Jahren. Die Befragten berichten von einer größeren Nachfrage nach kürzeren Produktionszeiten (72 Prozent), kleineren Auflagen (61 Prozent) und Just-in-Time-Produktion (59 Prozent).
 
3. Entwicklung zu neuen Produkten im Großformatdruck
Banner machen heute den Großteil der Werbetechnik-/Displayanwendungen aus. 68 Prozent der befragten Unternehmen produzieren regelmäßig Banner und die Hälfte sieht hier Potenzial für dauerhaftes Wachstum. Schilder und Plakatwände haben ihren Rang unter den Spitzenplätzen der Anwendungen behalten. Im POS-/POP-Bereich vermelden 59 Prozent der Unternehmen Wachstum. Ein weiteres Wachstumsgebiet ist die gedruckte Innendekoration. 
 
4. Investitionen in Digitaldrucktechnologie
Auf die Nachfrage nach schneller Produktion, kleinen Auflagen und JIT-Erfüllung reagieren Druckereien mit strategischen Investitionen in digitale Technologie. Angesichts steigender Druckvolumen hat Kapazitätserhöhung bei Investitionen Priorität. Auch Kundenzufriedenheit und Qualität stehen verstärkt im Mittelpunkt von Investitionen. Einnahmen in den Bereichen UV-, Latex-, Direkt- und Sublimationsdruck wachsen, während der Druck mit lösemittel- und wasserbasierten Tinten und der Analogdruck zurückgehen. 
 
5. Textildruck
Die Umstellung auf Digitaldruck geht beim Textildruck langsamer vonstatten als anderswo, es dominieren hier weiterhin analoge Prozesse. Allerdings haben auch 56 Prozent der Textildruckereien bereits in digitale Technologie investiert und 19 Prozent planen eine solche Investition in den kommenden beiden Jahren, um von kürzeren Produktionszeiten, der Möglichkeit individueller Kollektionsgestaltung und Herstellung von Prototypen und von dem geringeren Wasser- und Stromverbrauch zu profitieren.
 
6. Umweltschutz
Es zeigt sich, dass Investitionen in umweltfreundliche Technik stark von Kundenerwartungen bezüglich nachhaltiger Produktion und Materialien beeinflusst sind. 76 Prozent der Befragten sagten aus, dass Kundenforderungen nach umweltfreundlichen Produkten in die Geschäftsstrategie einfließen, für über ein Fünftel gehören sie sogar zu den Top-Prioritäten. 32 Prozent erfüllen entsprechende Forderungen durch den Einsatz energiesparender oder zertifizierter Technik, weitere Bemühungen bestehen in Schulungen zum Thema Nachhaltigkeit, dem Einsatz VOC-freier Tinten und recycelbarer Substrate und in Programmen für das Recycling von Altausrüstung. 72 Prozent der Druckdienstleister konnten ohne Notwendigkeit einer Preiserhöhung investieren und sich so ihre Verkaufszahlen und preisliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
 
Der vollständige Print Census 2018 ist für Mitglieder der nationalen Fespa-Branchenverbände und von Fespa Direct kostenlos. Der Preis für Nichtmitglieder beträgt 2.000 Euro. (kü)

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