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Peer Paulsen, Christian Haneke (v.l.): Nach Evaluierung fiel die Entscheidung zugunsten von Ricoh.
11.05.2018  Wirtschaft
Wie im Zeitraffer
Bei der Service & Print Group Haberbeck in Lage ist eine Offsetdruck-Rotation einem neuen Highspeed-Inkjet-System gewichen. Warum der Technologiewechsel mehrere Jahre geplant werden musste, damit er sich nun für die Unternehmensgruppe auszahlt.
Eine Plastikplane markierte den digitalen Wandel bei Haberbeck. Sie hing in der Mitte einer der Maschinenhallen von der Decke und trennte sie in zwei Hälften: Auf der einen Seite wurde eine in die Jahre gekommene Offsetdruck-Rotation abgebaut, auf der anderen Seite parallel dazu ein Highspeed Inkjet-System aufgebaut. Die Folie brauchte es, um einen sauberen Ab- und Aufbau zu gewährleisten, ohne gleich eine Wand einzuziehen.

"Auf der einen Seite der Halle haben wir schweres Metall weggeflext und Fundamente aus dem Boden gestemmt, auf der anderen haben wir eine sensible neue Technologie installiert", sagt Peer Paulsen, Leading Shareholder des Unternehmens mit Sitz in Lage. Dieser fliegende Wechsel im Jahr 2016 zeigt die Strategie der Service & Print Group Haberbeck. Das Unternehmen setzt neue Technologien ein, wo es sinnvoll ist und kombiniert sie bei Bedarf.

Gestartet hat Haberbeck das Projekt der digitalen Transformation 2011. Das Management hatte zuvor zwei entscheidende Trends erkannt: Zum einen wurden teilweise die Auflagen geringer und die Handelsstrukturen bei den Auftraggebern änderten sich, zum anderen wünschten Kunden mehr Variantenvielfalt und Individualität. Auf beide Entwicklungen wollten die Verantwortlichen technologisch mit dem Highspeed-Inkjet reagieren – und wurden zunächst bitter enttäuscht.

"Unsere Vorstellung und die Realität klafften im September 2011 noch weit auseinander", erinnert sich Christian Haneke, Head of Technical Transformation, an diese Zeit. "Wir dachten, wir könnten eine 16-Seiten-Rotation haben, nur eben in digitaler Form." Die Technik sei jedoch noch längst nicht so weit gewesen, die unverzichtbaren Anforderungen an Qualität, Geschwindigkeit und Bedruckstoffvielfalt zu erfüllen. Nach der ersten Ernüchterung war das Unternehmen deswegen drauf und dran, das Kapitel "Rollendigitalprint" vorerst zu schließen. Dann besann man sich aber darauf, dass "die Entwicklung rasend schnell vonstatten geht", wie Haneke sagt, und beschloss, den Markt weiter zu evaluieren".

Rund zehn Maschinen und Technologien von unterschiedlichen Herstellern schauten sie sich an, immer mit den Fragen im Hinterkopf: Welche Technologiebasis ist die Richtige? Wie erreicht man die bestmögliche Druckqualität? Die Service & Print Group Haberbeck wollte in ein Inkjet-System investieren, um in der Produktion eine hohe Druckgeschwindigkeit ermöglichen zu können; eine Tonerlösung war für das Unternehmen keine Option.

Die Wahl fiel schließlich nach längerer Überlegung auf den wasserbasierten Inkjetdruck und die Ricoh Pro VC60000. In der aktuellen Ausgabe von Druck & Medien berichtet das Unternehmen, warum genau diese Maschine die richtige war und was Haberbeck heute damit druckt. Zum Abo geht es hier, das Einzelheft kann hier bestellt werden. Das E-Paper steht hier im iKiosk zum Download bereit. 
 
 
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