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News / Herma wächst und stellt ein
Die Geschäftsführer Sven Schneller (l.) und Thomas Baumgärtner
05.03.2018  Wirtschaft
Herma wächst und stellt ein
Herma hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent abgeschlossen. 100 neue Mitarbeiter werden gesucht.
Das Geschäft mit Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen bei Herma entwickelt sich positiv:  Die Erlöse stiegen 2017 um 6,5 Prozent von 321,5 Millionen Euro auf jetzt 342,3 Millionen Euro. Nach Angaben der Geschäftsführer Sven Schneller und Thomas Baumgärtner schafft das Unternehmen 2018 in Filderstadt knapp 100 neue Arbeitsplätze, zum überwiegenden Teil im Bereich Entwicklung, Fertigung und Vertrieb.

"Ob wir unsere Wachstumschancen weiterhin im vollem Umfang so stark nutzen können, hängt zu einem guten Teil auch davon ab, dass wir diese neuen Mitarbeiter tatsächlich finden", so die beiden Geschäftsführer. Ebenso wichtig sei allerdings der Aufbau weiterer Fertigungskapazitäten.

Ende des Jahres wird planmäßig das neue Werk für den wachsenden Geschäftsbereich Etikettiermaschinen in Filderstadt in Betrieb genommen. Der ebenfalls stark zulegende Geschäftsbereich Haftmaterial startet gemäß Plan im Herbst 2019 seine neuen Produktionsanlagen. Auch sie entstehen derzeit auf dem acht Hektar großen Areal, das der Spezialist für Selbstklebetechnik vor drei Jahren unmittelbar neben seinem Hauptsitz erworben hat. 

Insgesamt 100 Millionen Euro wird Herma bis Ende nächsten Jahres am Hauptsitz in Produktionstechnik und Gebäude investieren. Vor diesem Hintergrund betrachten die Ge-chäftsführer die Ertragsentwicklung mit zunehmender Sorge. Für 2017 seien sie noch zufrieden, aber es zögen dunkle Wolken auf.

"Zum einen kämpfen wir mit währungsbedingt sinkenden Euro-Erträgen im für uns sehr wichtigen Markt Großbritannien. Dort müssen wir weiterhin mit großen Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit leben. Daneben beobachten wir derzeit geradezu inflationäre Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen wie etwa Zellstoff, die wir nicht voll an Kunden weitergeben können". Diese Situation werde sich in den nächsten Jahren kaum bessern, da es sich aufgrund des Aufschwungs in vielen Schwellenländern um eine echte Rohstoffknappheit handle.

Für das kommende Jahr planen die Geschäftsführer ein Umsatzplus von vier Prozent. (kü)

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