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Die neue Rapida 145 im Drucksaal von Ravensburger
17.08.2017  Technik
Ravensburger produziert mit Rapida
Ravensburger ist bekannt für Puzzles, Spiele und Kinderbücher. Das Unternehmen arbeitet im Drucksaal mit zwei Rapidas von KBA, eine davon im Großformat.
Die großformatige Rapida 145 mit fünf Farbwerken und Lackturm löste im vergangenen Jahr eine alte Druckmaschine im Jumbo-Format ab. Diie vor Jahren gelieferte Rapida 105 wurde im Rahmen der Neustrukturierung im Drucksaal um 180 Grad gedreht und einem Retrofit unterzogen. Die Gesamtinvestition belief sich inklusive der Hallen-Renovierung auf fast 4 Millionen Euro. 
 
Immer mehr Aufträge mit kleineren Losgrößen machten die Neuinvestition erforderlich. Betrug das Druckvolumen im Jahr 2010 noch 39 Millionen Bogen sind es jetzt 48 Millionen. Und 7.600 gedruckten Aufträgen stehen heute 11.000 gegenüber. Die durchschnittliche Auflagenhöhe sank hingegen von 4.950 im Jahr 2010 auf 3.900 im Jahr 2016. 

Die Rüstzeiten haben sich durch parallele Prozesse der Rpaida 145 um 80 Prozent reduziert, berichtet Ravensburger. Da die Rüstzeiten weniger ins Gewicht fallen, läuft die Produktion von Klassikern wie "Mensch ärgere Dich nicht!" außerdem häufiger. Halbfertig- und Fertigprodukte benötigen weniger Platz im Lager, die Kapitalbindung sinkt.

In einer Schicht stehen bis zu 18 Jobwechsel an. Spitzenwert: 50 Rüstvorgänge in 24 Stunden. Gedruckt wird dabei in Sammelformen. Die einzelnen Jobs werden in Abhängigkeit von der zu produzierenden Menge durch die Vorstufe ein- oder mehrmals auf den Bogen gestellt. Zwischen vier und 16 Artikel sind das in Abhängigkeit von Auflagenhöhe und Termin pro Bogen. In der CTP-Vorstufe wird entschieden, ob im Mittel- oder im Großformat produziert wird.

Der Plattenlift befördert die kompletten Plattenwagen zur Galerieebene. Die Drucker müssen die Druckplatten nur in die einzelnen Werke verteilen. Das Treppensteigen gehört der Vergangenheit an.
 
Vor der Neuinvestition galt es, einen weiteren Punkt zu klären: Wie lassen sich trotz des Modellwechsels im Großformat die existierenden Stanzformen weiter nutzen? Die Antwort: Die Rapida 145 arbeitet mit kleineren Messstreifen. Damit steht der zum Stanzen benötigte Greiferrand nach wie vor zur Verfügung.

Im Kompetenzzentrum Druck von Ravensburger sind 32 Mitarbeiter beschäftigt. Sie arbeiten in drei Schichten und sind auch für das Schneiden zuständig. (kü)
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